SICHER ÜBER DIE STRAßE

Ampeln, Zebrastreifen und Co – über 20 Querungshilfen sollen noch in Bad Aibling entstehen

„Als Autofahrer sieht man nie, ob jemand über die Straße möchte“, erklärte Elisabeth Geßner hinsichtlich des Zebrastreifens an der Münchner Straße.
+
„Als Autofahrer sieht man nie, ob jemand über die Straße möchte“, erklärte Elisabeth Geßner hinsichtlich des Zebrastreifens an der Münchner Straße.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
    schließen

Über 40 Querungshilfen gibt es in Bad Aibling – weitere sollen sukzessive bei Straßenbauarbeiten folgen. Welches die nächsten Projekte sind und wo und warum es hakt, wurde jetzt erklärt

Bad Aibling – Über 40 Querungshilfen gibt es bereits im Stadtgebiet – Fußgängerwege, Zebrastreifen, Mittelinseln und Bedarfsampeln. Aber es sollen weitere folgen, erklärte Thomas Gems, Sachgebietsleiter für Tiefbau der Stadt Bad Aibling. Weit über 20, berichtete er dem Gremium des Ausschusses für Klimaschutz, Stadtentwicklung und Gesamtverkehrsplanung in seiner jüngsten Sitzung. Diese geplanten Überquerungshilfen werden laut Gems sukzessive bei geplanten Straßenbaumaßnahmen umgesetzt.

Eigentümer verkaufen Grund nicht

Wenn es denn möglich ist. Denn es gibt auch Schwierigkeiten hinsichtlich der Umsetzung. Da beispielsweise Eigentümer den erforderlichen Grund für eine Umsetzung nicht verkaufen wollen: Ein Beispiel dafür sei eine erforderliche Querung an der Thürhamer Straße/Eichenstraße.

„Seit Jahren ist diese Stelle Thema – und es wird sich verschärfen, wenn der Bereich Ellmosener Wies ausgebaut ist.“ Als zweite dringende Maßnahme erachtet er den Bereich Grassinger/Ebersberger Straße – auch dort weigert sich der Eigentümer einen Teil des Grundes zu verkaufen, damit eine Querungshilfe auf den Weg gebracht werden kann. Somit seien der Stadt bei diesen „dringend erforderlichen Querungshilfen die Hände gebunden“.

Lesen Sie auch: Der „Beste Skiclub 2020“ kommt aus Bad Aibling

In der Sitzung ging es auch um Übergänge, die bereits bestehen und für Probleme sorgen: Konkret drehte es sich um den Zebratreifen an der Münchener Straße auf Höhe des Modehauses Ulrich. Diese Querungshilfe wurde von Elisabeth Geßner (CSU) angesprochen: „Als Autofahrer sieht man nie, ob jemand über die Straße möchte.“

Aktuelle Nachrichten und Artikel rund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite

Nämlich die Fußgänger, die Richtung Bahnhofstraße unterwegs sind und unter den Arkaden stehen und dann über den Zebrastreifen wollen. Ob man da nicht etwas machen könne, fragte Geßner die Verwaltung. Lichter zum Beispiel. Dem stimmte auch Rudolf Hofschneider (SPD) zu. Diese Stelle sei allerdings nicht anders zu lösen, hieß es seitens der Verwaltung.

Übergang bei Kirchzeile

Anna Maria Kirsch (ÖDP) regte gleich an, einen Zebrastreifen am Marienplatz auf den Weg zu bringen – „dieser Bereich ist einfach für viele unsicher“, sagte sie. Bauamtsleiter Andreas Krämer erklärte daraufhin in der Sitzung, dass in diesem Bereich bereits das Tempo 20 herrsche und man dort keine Extra-Zebrastreifen benötige. Er habe auch selbst schon mal Senioren über die Straße gebracht und ihnen gesagt: „Zeigen Sie einfach an, dass sie über die Straße wollen, die Autos halten an“, erklärte er dem Gremium. Auch Gems sagte auf Anfrage: „Das Konzept funktioniert und ist sicher – es ist ein Riesenerfolg.“ Darüber hinaus ging Krämer auch auf Kirschs angeregte Querungshilfe an der Kirchzeile an: „Das kann man überprüfen.“

Auf die Breite für die Fahrzeuge achten

Bei weiteren geplanten Querungshilfen erklärte Johann Schweiger (CSU), dass man auch die Breite berücksichtigen müsse, die dem Verkehr zur Verfügung steht. „Denn landwirtschaftliche Maschinen benötigen eine Breite von 3,2 Metern“, erklärte er. Der Ausschuss nahm den Sachstand einstimmig zur Kenntnis.

Diese Hilfen sollen im Frühjahr angegangen werden:

Start im Frühjahr: Das Baugebiet „Ellmosener Wies“ soll mit einer Linksabbiegerspur erreichbar werden. Auf der Ellmosener Straße soll sie ab Frühjahr gebaut werden. Im Rahmen dieser Maßnahme soll eine weitere Querungshilfe nördlich der bereits bestehenden umgesetzt werden.

Start im April: Auf der Staatsstraße 2089 in Mietraching soll eine Linksabbiegerspur zum Sportpark gebaut werden. Im Zuge dessen soll auch eine Mittelinsel entstehen.

Mehr zum Thema

Kommentare