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KLEINES „RICHTFEST“

„Alles für die Katz“: Rohbau für Bruckmühler Gnadenhof steht

Bauherren, Handwerker und Planer feierten das „informelle“ Richtfest (von links): Renate Holland (Katzentraum-Vorsitzende), Franz-Josef Schwaiger (Bauunternehmen), Johann und Erika Brandmeier(Katzentraum), Gerhard Hardrath (Heizung und Sanitär/erhöht), Karin Stiglauer (Architektin), Henning Eisentraut (Firma Hardrath) und Martin Sollerspöck (Zimmerei). Baumann
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Bauherren, Handwerker und Planer feierten das „informelle“ Richtfest (von links): Renate Holland (Katzentraum-Vorsitzende), Franz-Josef Schwaiger (Bauunternehmen), Johann und Erika Brandmeier(Katzentraum), Gerhard Hardrath (Heizung und Sanitär/erhöht), Karin Stiglauer (Architektin), Henning Eisentraut (Firma Hardrath) und Martin Sollerspöck (Zimmerei). Baumann
  • VonJohann Baumann
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Nach sechsmonatiger Bauzeit hat der Verein „Katzentraum“ einen weiteren Meilenstein geschafft: Der Rohbau im Bruckmühler Ortsteil Ried ist fertiggestellt.

Bruckmühl – „Alles für die Katz“ – diese Redewendung bedeutet im Alltag „sinnlos, umsonst, vergebliche Mühe“. Eine völlig gegensätzliche Bedeutung bekommt der Begriff beim Gnadenhof für Katzen, der im Bruckmühler Ortsteil Ried entsteht. „Auf unserem Gnadenhof finden alle Katzen einen Raum zum Leben und ihr Traum vom Überleben wird Wirklichkeit“ – so lautet die Devise des Vereins Katzentraum“.

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Der Rohbau des neuen Gnadenhofes ist bereits fertiggestellt.

Der Verein ist Bauherr des neuen Gnadenhofs, der anstelle des verwaisten Straßerhofes errichtet wird. Das 1887 erbaute Anwesen hatte der Verein 2018 erworben. „Das Gebäude befand sich in einem schlechten Zustand und eine Renovierung wäre teurer gewesen als ein Neubau“, erläuterte Johann Brandmeier unserer Zeitung. Der pensionierte Bauingenieur, wie seine Frau Erika Vereinsmitglied, war bei der Vorbereitung des Projektes beratend tätig.

Nach sechs Monaten steht der Rohbau

Der Hof wurde abgerissen – und nach rund sechsmonatiger Bauzeit konnte jetzt das Richtfest gefeiert werden. Wegen Corona jedoch nur in „informellem“ Rahmen. Vereinsvorsitzende Renate Holland würdigte die Leistung der beteiligten Handwerksfirmen und Planer und dankte dem Bruckmühler Bürgermeister Richard Richter und dem Marktgemeinderat für die „freundliche Aufnahme und Befürwortung“ des ambitionierten Projektes.

„Unser Verein lebt nur von Spenden, wir erhalten weder für das Bauvorhaben noch laufend irgendwelche staatlichen Zuschüsse, auch keine Corona-Hilfen“, erklärt die „Katzentraum“-Chefin im Gespräch mit unserer Zeitung.

Volumen von sieben Doppelhaushälften

„Wir haben das Gebäude mit Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss – wie vorgeschrieben – entsprechend dem Altbestand abgebildet, das Volumen entspricht etwa dem von sieben Doppelhaushälften“, schildert die zusammen mit ihrem Mann Rainer für die Planung und Bauleitung verantwortliche Architektin Karin Stiglauer.

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Neben dem „Katzen-Refugium mit allen Nebenräumen sind im Gebäude auch vier Wohnungen untergebracht. Beim Innenausbau werden pflegeleichte Materialen verwendet wie beispielsweise Kunststoff bei Fenstern und Fensterbänken. Die Raumaufteilung unterscheidet sich natürlich von einem „menschlichen Wohnprojekt“.

So gibt es unter anderem Räume zum Absondern kranker Katzen, Schleusen zur „Fluchtverhinderung“ und im Garten einen Freibereich. Auch Katzenklappen spielen eine große Rolle.

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Für die im „Katzenasyl“ tätigen externen Tierärzte, die regelmäßig ins Haus kommen, gibt es einen medizinischen Behandlungsraum. „Neuzugänge“ werden anfangs in der „Quarantäne-Abteilung“ untergebracht. In einem bestimmten Bereich haben auch streunende Katzen Zutritt.

Begegnungsraum für Mensch und Tier

Eine besondere Bedeutung kommt künftig dem ehemaligen Stallbereich zu. „Hier entsteht auf rund 80 Quadratmetern ein Begegnungsraum für Tiere und Menschen“, so die Vorsitzende. Dort können Besucher beispielsweise aus Altenheimen, Kindergärten und Schulen, aber auch sonstige Interessierte „tierische Stunden“ mit Katzen verbringen.

Im früheren Stallbereich entsteht ein Raum für menschlich-tierische Begegnungen.

Der Umzug der derzeit 54 „Vierbeiner“ von ihrem augenblicklichen Domizil in Sonnenham nach Ried ist für Ende 2021 geplant – dann ist „alles für die Katz“ fertig.

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