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GEDANKEN ZUR KARWOCHE

Allein auf dem Kreuzweg zum Felkirchener Ölberg

Wunderbare Orte zum Innehalten: Der Blick über den Weidezaun in die Weite und nach Feldkirchen.
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Wunderbare Orte zum Innehalten: Der Blick über den Weidezaun in die Weite und nach Feldkirchen.
  • vonManfred Merk
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Corona macht vieles unmöglich, auch die Bittgänge am Karfreitag. Manfred Merk, ein Urgestein der Gemeinde Feldkirchen-Westerham und des Mangfall-Boten, ist den Kreuzweg vom Feldkirchener Friedhof zum Ölberg gegangen. Nun lädt er dazu ein, ihm und seinen Gedanken zu folgen.

Feldkirchen-Westerham – Das Corona-Virus scheint die halbe Welt aus den Angeln zu hebeln. Und niemand kann ihm Einhalt gebieten und ihm seine zerstörerische Kraft nehmen, mit denen es weltweit zigtausende Menschenleben auslöscht. Diese Tragödie zerstört auch Brauchtum, Gewohnheiten und Traditionen. Beispielsweise den Karfreitag-Bittgang in Feldkirchen.

Jedes Jahr waren es etwa 60 bis 70, hin und wieder sogar 80 Kinder, Frauen und Männer, die vom Friedhof aus den etwa einen Kilometer langen Weg zum Ölberg hinaufgingen.

Geschehnisse nachempfinden

Durch den Wald bis zur Lichtung, vorbei an den 14 Stationen mit den Bildern, auf denen das Geschehen in der Karwoche wiedergegeben wird.

Wer sich Zeit nimmt, einen sonnigen Tag erwischt, der wird schnell merken, dass der Kreuzweg auch denen etwas bedeutet, die der Kirche kritisch gegenüber oder nicht so nahestehen. Ob man auf diesem Weg allein oder in einer coronakonformen Gruppe unterwegs ist, ist zweitrangig. Vermutlich wird ein jeder der Wanderer auch ein Mitglied in einem der zahlreichen Vereine in oder rund um Feldkirchen sein.

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Von diesen Organisationen wird jede der 14 Kreuzwegstationen betreut und gepflegt. Vom Burschen- bis zum Senioren- und Heimat-Verein, vom Frauenbund bis zum Turnverein, um nur einige zu nennen – viele bringen sich ein. Veteranen-Vorstand Sepp Wörndl macht sich derzeit Gedanken, ob die Stufen der Treppe im engeren Abstand angelegt werden sollten, um den Aufstieg zu erleichtern.

Der Blumenschmuck an den 14 Stationen wird immer der Jahreszeit entsprechend gestaltet: mit Hornveilchen, Schlüsselblumen, Rosen, Margeriten und Vergissmeinnicht. Ihn schätzt auch TV-Vorstand Anton Kammerloher: „Es sollen Stationen zum Nachdenken und Innehalten sein.“

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Der Kreuzweg ist eine Symbiose aus kirchlichem und weltlichem Leben. Wer diesen Weg geht, kann sich in diesem Jahr auch von einem Weg-Begleiter des Pfarrverbandes Feldkirchen-Höhenrain-Laus inspirieren lassen. Das Heftchen liegt in allen Kirchen aus. Darin enthalten sind Anregungen für Kreuzwege und Emmausgänge rund um die Feiertage.

Außerdem enthalten ist eine Speisensegnung und weiter Impulse und Ideen rund um Ostern. Wer den Kreuzweg zum Ölberg erklimmt, ist nicht lang allein unterwegs. Die Sitzbänke laden zum Rasten, zum Verweilen und zum Nachdenken ein. Das Vogelgezwitscher und auch ein paar vorbeihuschende Jogger können die wohltuende Ruhe nicht stören, auch im Wald scheint das Leben heruntergefahren zu sein. Ganz so wie am jährlichen Karfreitag-Bittgang, auch wenn dieser heuer virusbedingt ausfällt.

Entlang des Kreuzweges laden Bänke zum Rasten und Entspannen ein.
Veteranen-Vorstand Sepp Wörndl gehört zu den vielen Menschen, die den Kreuzweg pflegen.
Die Sonne funkelt durch den Wald.

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