Die Bad Aiblingerin Anna-Lina Castigliana will Bierkönigin 2020 werden

Anna-Lina Castigliana (rechts) aus Bad Aiblingmit ihren Mitbewerberinnen um das Amt der Bayerischen Bierkönigin: Katharina Sophia Schwaiger, Sarah Jäger (von links). Jens Hartmann
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Anna-Lina Castigliana (rechts) aus Bad Aiblingmit ihren Mitbewerberinnen um das Amt der Bayerischen Bierkönigin: Katharina Sophia Schwaiger, Sarah Jäger (von links).

Die Vorentscheidung fiel passend zur jetzt in der Region anlaufenden Starkbierzeit: Anna-Lina Castigliana (25) aus Bad Aibling ist eine der sieben Finalistinnen beim Wettbewerb um den Titel „Bayerns Bierkönigin“.

Von Eva Lagler und Leyla Yildiz

München/Bad Aibling – Es war ein spannender Abend in München: Aufgeregt wirkten sie, die 24 Frauen, die auf der Bühne des GOP Varieté-Theaters standen. Alle in Dirndl, manche Röcke länger als die anderen, die Schuhe von flach bis hoch. So unterschiedlich die Absatzhöhe, das Ziel der jungen Damen ist dasselbe: Sie wollen Bierkönigin werden.

81 Bewerberinnen wollten Bierkönigin werden

81 Frauen hatten sich beim Bayerischen Brauerbund um das Amt der nächsten bayerischen Bierkönigin beworben. 24 wurden ausgewählt. Bei dem Casting in München haben sich nun sieben Kandidatinnen für die Endrunde am 14. Mai im Löwenbraukeller qualifiziert.

Anna-Lina arbeitet für eine Brauerei

Sie kommen aus Oberbayern, Oberfranken, Schwaben, Mittelfranken und der Oberpfalz. Die Bad Aiblingerin Anna-Lina Castigliana ist eine von ihnen. Sie studiert Kommunikationspsychologie und arbeitet nebenbei – passenderweise – bei Flötzinger Bräu Rosenheim, wo sie den Social Media-Bereich betreut. Im Sommer ist sie zudem mit dem „ProBiermobil“ der Brauerei unterwegs.

Von Freunden beim Wettbewerb angemeldet

„Ich bin total platt. Ich habe ganz spontan mitgemacht und überhaupt nicht damit gerechnet, ins Finale zu kommen“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. „Meine Kollegin und meine Mitbewohnerin hatten beschlossen, dass ich da mitmache. Selber bin ich eigentlich gar nicht der Typ, sich vorne auf die Bühne hinstellt. Aber als die Einladung zum Casting kam, dachte ich, da gehe ich mal hin.“

Bad Aiblingerin hatte einen Glücksbringerin

Besondere Vorgaben gab es ihr zufolge nicht –  aber ein Glücksbringer sollte dabei sein, über den die Kandidatinnen sprechen sollten. Bei Anna-Lina Castigliana war es ein von einem Schmuckschmied aus der Region gefertigter Anstecker in Form einer Rose. „Ich habe das Schmuckstück von einem Menschen bekommen, der mir sehr wichtig ist. Und es hat mir Glück gebracht.“+++

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Anna-Lina Castigliana kennt sich mit Bier aus

Auch bei den Antworten auf die Fragen der Jury blieb die Bad Aiblingerin spontan, etwa als sie erklären sollte, warum sie die geeignete Kandidatin für den Titel sei: „Zum einen, weil ich am ProBiermobil den Menschen mit Freibier ein Lächeln ins Gesicht zaubere. Zum anderen, weil Bier für mich absolut zu Bayern und zum bayerischen Lebensgefühl gehört. Egal wen man auf der Welt auf deutsche Stereotype anspricht – dann dreht sich alles um Bayern: um Lederhosen, Brezn und eben das Bier“, sagt Castigliana.

Amtierende Bierkönigin berät die „Prinzessinnen“

Und bekräftigt: „Ich kann mich mit dem bayerischen Bier einfach voll identifizieren und es deshalb gut vertreten.“ Nun also steht sie Finale um die Kür der bayerischen Bierköniging. „Ich freue mich auf die kommenden Wochen und genieße, was alles auf mich zukommt. Wir bekommen Medientraining, unternehmen eine Studienfahrt nach Kulmbach und werden sicher viel lernen. Die amtierende Bierkönigin Vroni Ettstaller steht uns Kandidatinnen auch sehr zur Seite, sie können wir alles fragen.“

Am 14. Mai ist das Finale

Die Bierkönigin aus Gmund am Tegernsee saß ebenfalls in der Jury, die die Finalistinnen nach bestimmten Kriterien ausgewählt hat: ob sie Bayern widerspiegeln, die Begeisterung für das bayerische Bier mitbringen, Tracht tragen und besonders authentisch rüber kommen.

Wettbewerb verhindert, dass Anna-Lina Castigliana fastet

Hier konnte Anna-Lina Castigliana, übrigens eine gebürtige Bad Aiblingerin mit sizilianischem Blut in den Adern, punkten. Begleitet wurde sie in München von ihrem Freund, der Familie und Freunde zuhause per Mobiltelefon live mit den neuesten Neuigkeiten des Abends versorgte. Wieder zurück in der Heimat wurde dann standesgemäß angestoßen: „Mit einem guten Josefi-Bock.“

Eine Planänderung bringt dieser Etappensieg jedenfalls schon mal mit sich: „Bisher wurde brav gefastet. Aber das verschiebe ich jetzt wohl erst einmal“, lacht die 25-Jährige. Und freut sich nicht nur aufs Finale am 14. Mai, sondern besonders auch auf die jetzt anlaufende Starkbierzeit.

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