Bad Aiblinger Weihnachtsmarkt bald im Kurpark?

Eine Standortidee: Der Weihnachtsmarktkönnte rund um den Irlachweiher stattfinden.

SPD und Grüne stellen Antrag auf Verlegung des Weihnachtsmarktes. Der Rathauschef Stephan Schlier ist „überrascht“ und erzählt, welche Alternativstandorte bereits geprüft wurden und wann der Stadtrat darüber entscheidet. Welche Standorte ausgewählt wurden, lesen Sie hier.

Von Ines Weinzierl

Bad Aibling –  Der Weihnachtsmarkt findet seit jeher auf dem Marienplatz im Herzen der Stadt Bad Aibling statt. Wenn es nach Petra Keitz-Dimpflmeier (SPD) und Martina Thalmayr

(Grüne) geht, soll sich das allerdings ändern. Sie haben jetzt einen Antrag eingereicht, den Markt künftig im Kurpark stattfinden zu lassen – obendrein soll dem Antrag zufolge auch das Konzept überarbeitet werden (siehe unten).

„Stimmungsvoll ist was anderes“

Die Verlegung des Weihnachtsmarktes hatte Thalmayr bereits im Wahlkampf auf ihrer Agenda. Und aktuell dränge sich das Platzthema laut Thalmayr besonders auf. Hinsichtlich der Abstandsregeln aufgrund des Coronavirus sei eine Realisierung auf dem Marienplatz schwierig. Die Abstandsgitter hat sie quasi schon vor ihrem inneren Auge: „Stimmungsvoll ist etwas anderes“, findet sie. Und deshalb favorisiert sie den Standort im Kurpark rund um den Irlachweiher. Auch, weil es „befestigte Wege“ gibt.

Stadtrat soll im Juli entscheiden

Thalmayr kann sich aber auch vorstellen, dass zwei, drei Buden auf dem Marienplatz stehen – und dann eben der richtige Weihnachtsmarkt im Kurpark rund um den Irlachweiher stattfindet. Sie spricht auch die Infrastruktur an – „da kann mir niemand erzählen, dass es die nicht gibt“. Die Stadträtin Petra Keitz-Dimpflmeier (SPD) war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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Rathauschef Stephan Schlier (CSU) zeigt sich in Hinblick auf den Antrag „überrascht“. „Wir haben jetzt die Tagesordnungen zum Hauptausschuss verschickt. Und bei einem Punkt geht es um neue Standorte des Christkindlmarktes.“ Kurze Zeit später sei der Antrag von SPD und Grüne auf seinem Tisch gelandet. Laut Schlier kann der Markt – nach jetzigem Stand aufgrund von Corona – nicht auf dem Marienplatz stattfinden, erklärt er. Deshalb habe die Stadt nach Alternativen gesucht. Zur Wahl stehen: Prantseck, Stadtpark, Ausstellungshalle, Irlachweiher und der Kurpark. „Teilweise wurden die Standorte schon geprüft“, so der Bürgermeister.

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Hat Schlier einen Favoriten? „Das Prantseck. Aber ich bin ergebnisoffen“, sagt er. Der Standort am Irlachweiher sei bereits geprüft worden. Dieser Ort sei mit „hohen Kosten“ verbunden, da es dort keine Infrastruktur gebe, wie beispielsweise Zugänge für Wasser und Abwasser. Über die Standortfrage soll Ende Juli der Stadtrat entscheiden. Fest steht: Auf dem Marienplatz soll der heuer nicht stattfinden.

Lokale Produkte, Einzelhändler und kein Einweggeschirr

Neben dem neuen Standort beinhaltet der Antrag auch „eine Überarbeitung des Konzeptes“. „Ein breiteres Angebot steigert die Attraktivität des Weihnachtsmarktes wesentlich“, heißt es in dem Schriftstück: Sollte der Weihnachtsmarkt vom Marienplatz in den Kurpark verlegt werden, ermöglicht das größere Platzangebot laut der Antragsteller„neue Buden“.

Hier sollen vor allem regionale Anbieter und Vereine eingebunden werden. „Da Bad Aibling FairTrade-Stadt ist, kann auch hier ein Themenschwerpunkt gesetzt werden.“ Speisen und Getränke sollten ohne Einweggeschirr angeboten werden. „In Ausnahmefällen kann auf nachhaltige Produkte zurückgegriffen werden.“ Das Live-Programm solle ebenfalls vor allem von lokalen Musikern, Künstlern und Vereinen gestaltet werden.

„Zusätzlich sehen wir im professionellen Musikangebot die Möglichkeit, punktuelle Highlights zu setzen. Eine Dauerbeschallung – falls gewünscht – sollte weihnachtliche Musik aus verschiedenen Genres abdecken.“ Ob der neuen Konzeption zeigte sich Rathauschef Schlier offen. „Man muss nur die Umsetzbarkeit im Blick haben“, erklärte der Bürgermeister.

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