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Stadträte erstellen Karte für Familien

Wo Kinder spielen können: Aiblinger Spielplätze jetzt digital erfasst

Christian Schönberger (links) und Michael Krimplstötter haben die digitale Spieplatz-Karte in den vergangenen Monaten erstellt. Diese ist aktuell auf der Homepage einsehbar. re
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Christian Schönberger (links) und Michael Krimplstötter haben die digitale Spieplatz-Karte in den vergangenen Monaten erstellt. Diese ist aktuell auf der Homepage einsehbar. re
  • Silvia Mischi
    VonSilvia Mischi
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Sie sind zum Toben da, zum Spaß haben und zum Treffen von Gleichaltrigen: Spielplätze. Bad Aibling verfügt über eine Reihe von verschieden ausgestatteten Arealen für Buben und Mädchen bis zu 14 Jahren. Doch wie findet man diese?

Bad Aibling – Gerade wenn man sich in der Kurstadt noch nicht so gut auskennt? Da haben sich Michael Krimplstötter und Christian Schönberger (beide CSU) etwas ausgedacht. Sie sind die „Erfinder“ einer digitalen Spielplatzkarte.

Zeitgemäß und kinderfreundlich

Wie kam es zur Idee? „Wir beabsichtigen insgesamt kinderfreundlicher zu werden, und das wollen wir auch zeigen“, erklären beide unisono. Wenn man sich die Anzahl, Lage und Qualität der Plätze ansehe, dann bekomme man zweierlei: „Bessere und schnellere Infos für Eltern und Kinder und ein deutlicheres Problem- und Planungsbewusstsein bei den Verantwortlichen der Stadt. Außerdem ist eine digitale Karte zeitgemäßer, denn jeder hat ein Handy immer dabei“, sagt Michael Krimplstötter.

Areale abgeradelt

Die Karte entstand dabei nicht am Schreibtisch. „ Wir haben mit dem Rad unsere Spielplätze abgeklappert und kamen mit einigen Eltern ins Gespräch“, so Christian Schönberger. Dabei kristallisierten sich Defizite, Wünsche und auch Anregungen heraus. „Wir haben das dann alles zusammengeworfen und überlegt, was wir daraus machen. Oft sind es nur Kleinigkeiten. Daraus ist dann unser Vorschlag geworden“, schildert Schönberger weiter.

Letztlich stellen sie sich eine digitale Lösung vor, in der sämtliche Spiel-, Bolz- und Skaterparks mit ihren Standorten hinterlegt sind. An jedem Spielplatz soll ein QR-Code angeschlagen sein. Damit kann jeder Verbesserungen vorschlagen und Verunreinigungen beziehungsweise Missstände melden“, erläutert Krimplstötter. Und Schönberger ergänzt: „Damit öffnen wir dann auch einen direkten Gesprächskanal für Familien und Jugendliche.“

Antrag im Stadtrat eingereicht

Zur Umsetzung hatte Michael Krimplstötter einen Antrag im Stadtrat gestellt, dass die Spielplätze in einer Onlinekarte erfasst werden. Den hat die Verwaltung umgesetzt und auf die städtische Homepage eingestellt.

Aber wie viele Spielplätze hat die Stadt Bad Aibling? „Gute Frage. Die haben wir uns auch gestellt. Inzwischen wissen wir es – mit Hilfe des Plans“, so Krimpl-stötter mit einem Augenzwinkern. Es sind 16 öffentliche Spielplatz, ein Skatepark, vier Bolzplätze, drei Volleyballplätze und ein Mehrgenerationen Park.

Nur wenige Geräte

Deren Ausstattung sei für den Alltag nicht schlecht. Die meisten seien mit den „Basics“ wie Schaukel, Rutsche und Sandkasten ausgestattet. „Allerdings sind einige klein und haben nur wenige Geräte “, zählt Krimplstötter auf. Wenn man jedoch mit den Eltern und den Kindern spreche, seien es oft nur Kleinigkeiten, wie eine Rutsche oder eine zweite Schaukel, die den Spielplatz wieder attraktiv machen würden.

„Natürlich wäre ein großer Spielplatz wie in Großkarolinenfeld wünschenswert. Was jedoch schätzenswert wäre, ist, wenn wir bei den bestehenden Spielplätzen die Aiblinger-Themen wie Moor, Wasser, Luft… miteinbeziehen würden“, hat Schönberger schon Zukunftsvisionen.

Viele Variationen an Spielplätzen

Doch die Aiblinger Spielplätze können auch punkten: „Durchaus. Der Mehrgenerationen-Park im Kurpark ist im Prinzip ein Spielplatz mit Fitnessfunktion für Kinder und Erwachsene. Vielleicht ist ,Mehrgenerationenpark‘ nicht das schönste Wort, das man sich in Bayern ausdenken kann“, so Krimplstötter. Es gehe dort immer sehr lebendig zu. „Wir wollen aber den Blick dafür schärfen, mehr auf die Jungen und die Kleinen zu schauen. Die gehen gern in den öffentlichen Debatten unter. Für die braucht es mehr“, betont Schönberger.

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Eine klare Absage ersteilen die beiden Kommunalpolitiker einer Gebühr zur Nutzung der Spielplätze wie es in anderen Kommunen schon der Fall ist. „Das kommt nicht in Frage. Eine Spielplatzgebühr lehnen wir kategorisch ab“, betonten Krimplstötter und Schönberger. Um die Pflege der Spielplätze kümmern sich das Hochbauamt und der städtische Bauhof.

Unterhalt der Spielareale rund 40.000 Euro

Die Stadt Bad Aibling hat 2020 nur für den Unterhalt der Spielareale rund 40.000 Euro – plus Arbeitsstunden und innere Verrechnung dann rund 67 000 Euro – aufgewendet. Heuer seien im Vermögenshaushalt für Investitionen 40.000 Euro für die Spielplätze angesetzt.

Digitale Karte auf der Homepage

Unter www.bad-aibling.de ist die digitale Spielplatzkarte aktuell abrufbar. Das war nur der Startschuss. Das Thema Spielplätze wird in Zukunft verstärkt verfolgt und ausgebaut.

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