Aiblinger Ikonenausstellung: „Ist beim Herrn etwas unmöglich?“

Rosemarie Kaderlis Leidenschaft sind Ikonen.
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Rosemarie Kaderlis Leidenschaft sind Ikonen.

Rosemarie Kaderli präsentiert eine Ikonenausstellung mit dem Leitgedanken: „Ist beim Herrn etwas unmöglich?“ In der Pfarrkirche St. Georg, in der Sonnenstraße in Bad Aibling, findet die Ausstellung von Freitag, 6. November, bis Sonntag, 8. November, statt.

Bad Aibling – Die Exponate kommen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von ihren Freunden. Die Eröffnung startet am Freitag, um 19 Uhr. Am darauffolgenden Samstag sind die Öffnungszeiten von 14 bis 19 Uhr, sowie am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Dabei können die Besucher eine eigene Antwort auf die Frage „Ist beim Herrn etwas unmöglich?“ finden.

Darstellung der heiligen Corona

Die Ikonen-Schreiberin hat für sich bereits eine Antwort gefunden, sie meint, beim Herrn ist nichts unmöglich, nur manchmal brauche es Zeit. Dies macht sie am Beispiel von Abraham und Sara fest, die ein Jahr warten mussten, bis sich erfüllt hatte, was ihnen offenbart wurde.

Unter den ausgestellten Ikonen ist, passend zur aktuellen Lage, eine Darstellung der Heiligen Corona zu sehen. Die Namensübereinstimmung ist zwar einem Zufall geschuldet, dennoch gibt es Gemeinsamkeiten. Der Legende nach wurde Corona zwischen zwei herabgebogen Palmen gespannt und wurde bei deren Emporschnellen zerrissen.

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Ebenso hat die Krankheit etwas zerrissen: Abstand halten, keine Feste feiern, keine Freunde besuchen, keine gemeinsamen Aktivitäten, beschreibt Diakon Robert Daiser in einer Betrachtung der Gemeinsamkeiten. Als Kaderli die Ikone aus einer Kapelle in Sauerlach während des „Lockdowns“ in die Hände fiel, hat sie aus Respekt vor den Erkrankten gezögert, diese schließlich aber doch geschrieben.

Engel und Christus-Konen auch zu sehen

Weiter sind in der Ausstellung Heilige, Engel, Mariendarstellungen und Christus-Ikonen sowie Geschichten, von Jesus, zu sehen.

Die Abstandsregeln sind einzuhalten und es besteht eine Mund- und Nasenschutzpflicht. Während der Öffnungszeiten ist stets ein Ikonen-Schreiber vor Ort.

Hinter der Ausstellung steht Rosmarie Kaderli. Sie wurde 1970, in der Schweiz in Vordemwald, Kanton Aargau geboren und absolvierte eine Ausbildung zur Käse-Fachverkäuferin.

Ausstellungen auch in der Schweiz

Seit ihrer Zeit als Mitarbeiterin in der Diakonischen Kommunität Friedensgasse in Basel interessierte sie sich für Ikonen. Sie besuchte entsprechende Kurse bei den Ikonen-Schreibern Marianne Drobot und Peter und Martina Eichhorn. Seit 2002 gibt Kaderli eigene Ikonen-Kurse. Auch mehrere Ausstellungen in Basel, Bernau, Verden an der Aller, München, und in Kirchdorf hat sie organisiert.

Auf Anfrage schreibt sie Ikonen nach individuellen Bedürfnissen. Die Fertigungsdauer beträgt bis zu einem Jahr. Der Preis richtet sich nach dem jeweiligen Aufwand. uhe

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