Aiblinger AWO-Kindergarten „verewigt“ erlebte Corona-Zeit

Die Vorschulkinder mit den Pädagoginnen Gudrun Veil, Nadine Hagenbrock und Bankerlbauer Michael Zuber (von links).. re

Buben und Mädchenr der Burg Sonnenstein haben sich ein Erinnerungswerk an Corona-Zeiten geschaffen: Kreativ und mit viel Freude beteiligten sie sich an einem Projekt, dass jetzt in dem AWO-Kindergarten zu einer Ruhe-Oase geworden ist.

Von Ulrich Nathen-Berger

Bad Aibling – Zufrieden betrachten Maya und Alexander ihr vollendetes Kunstwerk, streichen mit den Fingern über die Steinchen und fachsimpeln über das Ergebnis ihrer Arbeit. Vor ihnen, auf der großen Wiese des Bad Aiblinger Kindergartens Burg Sonnenstein, liegt auf einer Sackkarre das Seitenteil einer Bank. Die Stirnseiten des grauen Betonelements zieren bunte Mosaikmuster. Wie auch die zweite Wange, die einige Meter weiter auf dem Rasen liegt und umzingelt ist von lachenden Kindern, die alle an der Gestaltung der Bank mitgewirkt haben und sich jetzt sichtlich stolz auf das Ergebnis freuen. Denn an diesem Vormittag soll „ihre“ neue Sitzgelegenheit zusammengebaut und aufgestellt werden.

Kunstprojekte für Schulen und Jugendtreffs

Das übernimmt Michael Zuber, der mit seinem Aiblinger Atelier „Mazu“ interaktive Kunstprojekte unter anderem an Schulen oder Jugendtreffs anbietet. Er hatte als Inhaber und Kunsttherapeut dieses Bankerlprojekt mit einem Sonderangebot an die Einrichtung des Kreisverbands Rosenheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im April angestoßen.

„Wir haben es gerne angenommen, zumal Corona-Krise bedingt dem Atelier Projekte weggebrochen sind“, verweist Kindergartenleiterin Rosi Bacher auf das Betretungsverbot an Schulen und ähnlichen Einrichtungen seit der Corona-Pandemie. „Zum einen wollten wir die innovative Idee der Firma unterstützen, die statt zu jammern, dass ihnen die Projekte mit den Schulen weggebrochen sind, sich ein neues überlegt haben und auf die Kindertagesstätten zugegangen sind“, so Bacher. „Und zum anderen wollten wir mit den Kindern die erlebte ‚Coronazeit‘ kreativ verewigen. Denn sie haben ganz viele Eindrücke von diesem Thema, von total chaotisch bis hin zu logischen Erklärungen.“ Es komme eben immer darauf an, wie Familien damit umgehen, so die Erzieherin.

Die Kinder konnten sich bei dem Projekt entscheiden, ob sie mitmachen wollen – so kam eine muntere Truppe zusammen, die dann unter Anleitung Mosaikmuster für die Bankerlwangen entwarfen.

Unterschiedliche Muster ausgedacht

„Dazu haben wir entsprechende Gummimatten bekommen, mit vorbereiteten Reihenfächern“, so die Kindergartenleitern. „In die haben die Kinder die Steinchen eingelegt, wieder ‘rausgeholt, reingelegt, andere Farben probiert und unterschiedliche Muster ausgedacht.“ Die Firma habe die Matten mit den kleinen Kunstwerken dann abgeholt und die Mosaikmuster in die Bankteile eingearbeitet.

Die Kosten für die Bank in Höhe von 950 Euro wurden mit 550 Euro vom Förderverein des Kindergartens und der Rest durch Entnahme aus der noch gefüllten Spendenkasse gedeckt.

Kindergartenleiterin Rosi Bacher: „Nach einer Woche war alles fertig. Jetzt haben wir unser Corona-Erinnerungs-Bankerl.“

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