Bad Aibling: So zelebrierte Pfarrer Georg Neumaier das Fronleichnamsfest im Biergarten

150 Gläubige feierten „mit Abstand“ das Fronleichnamsfest im Biergarten der Familie Fahrenschon auf dem „Pfingstfest zum Midnehma“. hecht

„Wir sind froh, dass wir heute hier sein können“: Pfarrer Georg Neumaier zelebriert Fronleichnamsfeier im Biergarten – 150 Gläubige zu Gast

von Uwe Hecht

Bad Aibling – Eine wohl einmalige Fronleichnamsfeier erlebten 150 Gottesdienstbesucher sowie im wahrsten Sinne des Wortes mehrere Zaungäste am gestrigen Donnerstag in Bad Aibling. Der Festgottesdienst fand im Biergarten der Familie Fahrenschon auf dem „Pfingstfest zum Midnehma“ statt.

Kolpingfamilie verteilt Desinfektionsmittel

Streng eingehalten wurden dabei die derzeit geltenden Hygienevorschriften, Mitglieder der Kolpingfamilie kontrollierten den Einlass, gaben Desinfektionsmittel auf die Hand, verteilten ein Merkblatt zur Verhaltensweise sowie die Liedtexte. Christian Fahrenschon kümmerte sich nicht nur um die Erfassung der Teilnehmer, sondern platzierte diese auch vorschriftsmäßig an den Tischen.

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Kurz vor beginn des Gottesdienstes war die zulässige Anzahl erreicht, die später kommenden Besucher zeigten Verständnis und nahmen kurzerhand jenseits der Begrenzungsgitter teil. „Wir sind froh, dass wir heute hier sein können“, freute sich Pfarrer Georg Neumaier angesichts der Tatsache, dass die Familie Fahrenschon den Biergarten zur Verfügung gestellt hatte.

Mit am Altar standen Diakon Robert Daiser, der das Evangelium vortrug, sowie Gemeindereferentin Margret Atzinger und Elisabeth Boxhammer, Gemeindeassistentin im Vorbereitungsdienst. In seiner Predigt ging der Pfarrer darauf ein, wie sich der Empfang der Kommunion als gewandelter Leib Christi und die Vorbereitung im Lauf der Zeit verändert hat. „Früher war es noch üblich, am Samstag zur Beichte zu gehen um dann am Sonntag die Kommunion empfangen zu können.

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So kam es, dass die Gläubigen zwar regelmäßig den Gottesdienst besuchten, den Leib des Herrn aber nur drei- bis viermal im Jahr empfingen“, so Neumaier, der anmerkte, dass heutzutage der Kommunionempfang zu jedem Gottesdienst dazugehöre.

Dies sei auch richtig, wenn man sich durch vorheriges bewusstes Mitfeiern der Messe darauf vorbereite. Eines sei allerdings gleich geblieben, „Es geht immer um das Allerheiligste“. Mit diesem Allerheiligsten, dem Brot als Zeichen des Leibes Christi in der Monstranz, segnete Pfarrer Neumaier die Gläubigen zum Ende des Festgottesdienstes, bei dem auch sein evangelischer Amtsbruder Markus Merz unter den Besuchern war und im Namen der Christus-Gemeinde zum Fronleichnamsfest gratulierte.

Die Kommunion wurde zuvor mit Mund- und Nasenbedeckung an den Tischen ausgeteilt. Viele Gottesdienstteilnehmer nutzten anschließend die Möglichkeit, das Mittagessen an Ort und Stelle einzunehmen. Am kommenden Sonntag, 14. Juni, findet um 10 Uhr erneut ein Gottesdienst im Biergarten an der Krankenhausstraße statt, ebenfalls unter den Bestimmungen wie sie an Fronleichnam galten. Danach ist wieder für Bewirtung gesorgt.

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