Bad Aibling trauert um Otto Gilg: „Er war das Gesicht unserer Stadt“

Otto Gilg

Bad Aibling ist um einen besonderen Menschen ärmer geworden: Otto Gilg ist im Alter von 90 Jahren gestorben.

Bad Aibling– Als gebürtiger Aiblinger, aufgewachsen in der Madau, kannte er die Menschen der Stadt und deren Geschichten wie kaum ein anderer. Er berichtete für den Mangfall-Boten über Jahrzehnte akribisch über Vereinsversammlungen in Wort und Bild. „og“ war das Kürzel, das weit über ein halbes Jahrhundert für ihn und seine Beiträge in der Heimatzeitung stand.

Er begleitete die Vertreter der Stadt bei den Besuchen zu Geburtstagen, Ehejubiläen und schrieb Nachrufe bei Beerdigungen. Bei Festen und Jubiläen der Vereine war er von Beginn bis zum Ende der Veranstaltung vor Ort. Er berichtete bei kirchlichen Festen wie Fronleichnam, Feldgottesdiensten und Kirchenjubiläen.

„Otto Gilg war auch ein gern gesehener Gast bei städtischen Veranstaltungen, bei Dienstjubiläen, Ruhestandsversetzungen und Feiern der Stadtverwaltung“, erinnert sich Bürgermeister Felix Schwaller an den geschätzten Mitbürger.

Gilg war ein bescheidener und liebenswerter Mensch, der trotz familiärer Schicksalsschläge immer ein Lächeln auf den Lippen hatte. „Und imma, wenn mir lacha, schdirbd irgndwo a Problem“, lautete seine Devise, die er mit Augenzwinkern auch in Schriftform festgehalten hat.

Schwaller würdigt ihn mit den Worten: „Mit Otto Gilg verlor Bad Aibling einen Bürger, der das gute, alte Bad Aibling verkörperte. Otto Gilg war das Gesicht unserer Stadt, das nun nicht mehr leicht zu lächeln scheint. Bad Aibling trauert um Otto Gilg.“

Neben seiner Familie und der Stadt trauert auch der Mangfall-Bote um seinen langjährigen treuen Wegbegleiter, zuverlässigen Reporter und guten Freund. Er war immer dort, wo er gebraucht wurde, um für die Leser zu berichten – mit seinem Radl unterwegs, mit seinem speziellen Humor, dem Schalk im Nacken und einem Gemüt, das sich durch kaum etwas aus der Ruhe bringen ließ.

Unvergessen sind die vielen gemeinsamen Stunden, Gespräche und Erlebnisse die eine lange Wegstrecke geprägt haben. Unvergessen wird „der Otto“ in „seinem Team“ des Mangfall-Boten bleiben.

Viele Worte wollte er Zeit seines Lebens nie um sich selbst gemacht haben, früher nicht und auch im Alter nicht. Deshalb hier an dieser Stelle nur noch diese zwei Worte: Danke, Otto! el

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