Bad Aibling startet in ungewöhnliche Freibadsaison

Wasser marsch: Aus vollen Rohren sprudelt das kühle Nass in die Becken des Freibades an der Therme, damit am Eröffnungstag am kommenden Montag alles parat ist. Stadtwerke
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Wasser marsch: Aus vollen Rohren sprudelt das kühle Nass in die Becken des Freibades an der Therme, damit am Eröffnungstag am kommenden Montag alles parat ist. Stadtwerke
  • Eva Lagler
    vonEva Lagler
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Es geht endlich los: Das Bad Aiblinger Freibad an der Therme öffnet am Montag, 15. Juni, seine Tore. Warum diese Saison aber alles andere als normal sein wird, erklärt Stadtwerkeleiter Fritz Walter Keilhauer.

Bad Aibling – Das Aiblinger Freibad an der Therme rüstet sich für die Saison 2020. Wie bereits kurz berichtet, ist der Start für den kommenden Montag, 15. Juni, anvisiert. Aber: „Eine normale Saison wird es dieses Jahr nicht geben“, sagt Stadtwerkeleiter Fritz Walter Keilhauer. 

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Und damit meint er nicht zuvorderst die Besucherzahlen, die allein aufgrund des späten Starts heuer unterm Strich ohnehin nicht an die aus den Vorjahren heranreichen werden. Grund sind vor allem die strengen Hygiene- und Einlassregelungen, die zu beachten sind.

Intensive Vorbereitungen

Die Vorbereitungen dafür liefen in den letzten Tagen laut Keilhauer auf vollen Touren. Auf dem Programm standen vor allem die notwendigen Arbeiten wie die Reinigung der Becken, die Pflege der Grünanlagen, die Inbetriebnahme der Wasseraufbereitungstechnik sowie das Umsetzen der aufwendigen Hygienemaßnahmen.

Die Vorgaben hierfür sind streng. Und wurden genau berechnet: „Pro Badegast müssen in der Anlage 20 Quadratmeter inklusive Becken zur Verfügung stehen. Das heißt, dass sich auf der Fläche von rund 11 000 Quadratmetern maximal 500 Personen aufhalten dürfen“, so Keilhauer.

Der Einlass von Kindern unter 14 Jahren ist laut „Corona-Pandemierahmenhygienekonzept Sport“ nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder eines für die Betreuung zuständigen Erwachsenen erlaubt.

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Im Becken gelte: „Zehn Quadratmeter pro Person. Das bedeute maximal 30 im Schwimmerbecken, 20 im Nichtschwimmerbereich und sechs im Kinderbecken“, so der Stadtwerkeleiter weiter. Um zu gewährleisten, dass diese Vorgaben eingehalten werden, benötige man heuer auch mehr Personal.

Schilder weisen auf dem Gelände auf die Sicherheitsvorkehrungen hin. Ebenso sind im Eingangs- und im Kioskbereich Markierungen angebracht, die den Abstandsregelungen entsprechen. Desinfektionsmittel stehen im Eingangsbereich und bei den Toiletten ebenfalls zur Verfügung. Die Duschen im Innenbereich bleiben gesperrt, genutzt werden dürfen nur die Vorrichtungen im Freien.

Wann der Mund- und Nasenschutz getragen werden muss

Muss auch ein Mund- und Nasen-Schutz getragen werden? „Auf dem Weg vom Eingang zum Liegeplatz, zur Toilette und zum Kiosk ja. Auf dem zum sowie im Becken nein“, sagt Keilhauer.

Ab Montag ist das Freibad nun jedenfalls täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Bei schlechter Witterung bleibt es geschlossen. Saison- und Zehnerkarten werden in dieser Saison allerdings nicht verkauft. Nur Einzeltickets. Aber für diese bleibt der Tarif heuer unverändert.

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Die Massage- und Kosmetikabteilung in der Beauty- und Wellnesskuppel der Therme ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Behandlung erfolgt nur unter Terminvereinbarung unter Telefon 0 80 61/9 39 19 44. „Selbstverständlich werden auch sämtliche Schutzmaßnahmen und hygienischen Voraussetzungen erfüllt. Diese unterliegen weiter der erhöhten Aufmerksamkeit“, betonen Betreiber und Stadtwerke. Mit dem Start der Freibadsaison erhält jeder Gast bei Buchen einer Massage für den Buchungstag einen kostenfreien Eintritt in das Freibad.

Gutscheine sind nun auch wieder direkt an der Kasse der Therme erhältlich, oder an der Rezeption im Massagebereich und weiterhin über den Onlineshop im Internet unter www.therme-bad-aibling.de.

Thermen-Wiedereröffnung noch nicht in Sicht

Wann indes die Therme selbst und die Saunaanlage wieder öffnen dürfen, steht nach wie vor noch in den Sternen. „Kurdirektor Thomas Jahn und ich kämpfen diesbezüglich an allen Fronten, doch bis jetzt sehen wir hier das Licht am Ende des Tunnels noch nicht“, so der Stadtwerkechef auf Anfrage unserer Zeitung.

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