CSU Bad Aibling schlägt vor: Ein Baum für jedes Neugeborene

Bei einem neu gepflanzten Baumfür jedes der rund 200 Neugeborenen pro Jahr käme eine stattliche Anzahl von Bäumen auf Aiblinger Stadtgebiet hinzu. dpa
+
Bei einem neu gepflanzten Baumfür jedes der rund 200 Neugeborenen pro Jahr käme eine stattliche Anzahl von Bäumen auf Aiblinger Stadtgebiet hinzu. dpa

Eine Geburtsstation gibt es zwar nicht mehr in Bad Aibling, doch jährlich rund 200 neue Erdenbürger, die hier gemeldet werden. Und für jeden dieser Neuankömmlinge soll künftig ein Baum gepflanzt werden. So sieht es ein Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vor.

Bad Aibling – Mit dem Antrag „Ein Baum für jedes Bad Aiblinger Neugeborene“, eingereicht von der CSU-Stadtratsfraktion, befasst sich der Hauptausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag im kleinen Sitzungssaal des Rathauses beginnt.

Bewahrung der Schöpfung

Mit der Idee habe man sich schon seit einiger Zeit getragen, sagte Fraktionssprecher Stephan Schlier auf Anfrage unserer Zeitung. Schließlich sei die politische Agenda der CSU seit Jahrzehnten unter anderem vom Gedanken der Bewahrung der Schöpfung geprägt.

Das könnte Sie auch interessieren: 30 Millionen Bäume für Bayern

„Der Antrag ist zudem auch angelehnt an die Strategie der Bayerischen Staatsregierung, Klimaschutz durch Aufforstung zu betreiben – Stichwort ,30 Millionen Bäume in Bayern pflanzen‘“, so Schlier weiter.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

In der Begründung zum Antrag führt der Fraktionssprecher an, dass pro Jahr circa 200 Bad Aiblinger Babys, also Neugeborene mit ihrem Erstwohnsitz in der Stadt Bad Aibling, auf die Welt kommen. Als Zeichen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes solle die Stadt für jedes dieser Neugeborenen im Folgejahr – wenn die genaue Anzahl feststeht – einen Baum pflanzen.

Neue Bäume auf den städtischen Grundstücken

Als Standorte schlägt die CSU-Fraktion städtische Grundstücke oder Grundstücke, die im Eigentum der Stadtwerke Bad Aibling stehen, vor. Die Koordination soll über die Stadtverwaltung laufen, ausgeführt werden sollen die Arbeiten durch den städtischen Bauhof. Die Entscheidung über Größe und Wuchshöhe der Baumsetzlinge würde die CSU dabei ins Ermessen der Verwaltung beziehungsweise des Bauhofs stellen.

Das könnte Sie auch interessieren: Im Kreißsaal gehen heute die Lichter aus

Wie Schlier erklärt, könnten aber auch Baumpflanzungen, die unabhängig von diesem Antrag vorgenommen werden, angerechnet werden.“ Bezahlt würden die Baumpflanzungen zunächst von der Stadt. Aber die Idee der CSU geht noch weiter, nämlich in Richtung Baumpatenschaften. Hier habe man, wie Schlier erklärt, einen Grundgedanken eines Mitglieds aufgegriffen.

Lesen Sie auch hier: Eine Linde für 213 Neugeborene in Waldkraiburg

Nach Vorstellung der CSU könnten Eltern auf eigenen Wunsch gegen Zahlung einer Kostenpauschale an bestimmten Bäumen ein kleines Schild mit einer persönlichen Widmung anbringen lassen.

Eltern auf Angebot aufmerksam machen

Alternativ oder ergänzend könnte ihnen auch die genaue Position des gepflanzten Baumes (Geoposition) samt Foto und einer Information zur Baumart mitgeteilt werden. Um dieses Projekt bekannt zu machen, sollten die Eltern bei der Beurkundung der Geburt oder bei der Meldung des Wohnsitzes im Standesamt über die verschiedenen Möglichkeiten durch einen Flyer informiert werden.

Kommentare