Bad Aibling: Im neuen Laden „Zeile 28“ steht der soziale Gedanke im Vordergrund

Die Besucher der Eröffnungsfeier prüfen das Warenangebot. Baumann

Nachhaltig, fair sozial, so lautet das Konzept für den innovativen Laden „Zeile 28“, den die Caritas in der Kirchzeile in Bad Aibling eröffnete. Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann erläuterte eingangs der kleinen Eröffnungsfeier die Angebotspalette.

Von Hans Baumann

Bad Aibling –

Die Angebotspalette besteht unter anderem aus qualitativ hochwertiger Kleidung für Damen, Herren und Kinder, Schuhe, Bücher, Spiele, Modeschmuck sowie Produkten der „Wendelstein Werkstätten“. Es handle sich um gute Produkte, die man günstig einkaufen könne. Sie stammen aus Spenden aus der Bevölkerung. „Die „Zeile 28“ ist ein Laden für alle Aiblinger und soll auch das soziale Leben der Stadt bereichern“, betonte er. Finanziell schwächere Bürger könnten über eine Kundenkarte Rabatte erhalten.

Spenden sind erforderlich

„Der Laden lebt von den Spenden der Bürger und wir wünschen uns, dass viele Menschen hier reinschauen“, appellierte der Kreisgeschäftsführer abschließend. „Wir sind froh, wenn es eine solche soziale Einrichtung in Bad Aibling gibt, sie spiegelt den Caritas-Gedanken wider“, erklärte Bürgermeister Stephan Schlier. Er äußerte die Hoffnung, dass der Laden von allen Aiblingern angenommen werde. Der Kuratoriums-Vorsitzende des Dekanats Aibling, Harald Petersen, zitierte das Bibelwort „Frierende und Nackte bekleiden“ und wies darauf hin, dass es im Laden auch seelisch etwas zum Ansehen gebe.

Zitate aus dem Korintherbrief

Die Aiblinger Caritas-Zentrums-Vertreterin Renate Bruckner unterstrich, dass die „Zeile 28“ kein Second-Hand-Laden sei. Sie stellte außerdem Anke Dörich als Ladenleiterin vor und zitierte aus dem ersten Korinther-Brief „Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist“. Der katholische Diakon Klaus Schießl knüpfte daran an und hob hervor: „Jeder, der hier arbeitet, kauft oder spendet, hat ein Stück weit diesen Geist umgesetzt“.

Die neue Einrichtung bezeichnete er als Zeichen der Solidarität und des Aufeinanderschauens. Damit würde man auch dem Caritas-Moto „Nah am Nächsten“ nahekommen. Mit Fürbitten und dem gemeinsam von den Anwesenden – darunter die Landkreisbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Christiane Grotz, die Vorsitzende der ARGE „Caritas und Sozialarbeit“ und die Geschäftsführerin der katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer(KDBH) Johanna Hell sowie Martina Lederwascher vom JobCenter Rosenheim-Land – gebeteten „Vater unser“, schloss er die Eröffnungsfeier.

Die „Zeile 28“ in der Bad Aiblinger Kirchzeile ist offen von Dienstag bis Freitag von 12.30 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr.

In den nächsten Wochen werden im Laden drei Veranstaltungen unter dem Motto „Gib dir einen Kick“ stattfinden. Informationen dazu gibt es im Laden.

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