Bad Aibling: So läuft’s mit „Biergarten statt Wiesn“ - Pforten öffnen sich am 29. Mai

In Gmund am Tegernsee und Großkarolinenfeldhat das Konzept „Wiesn zum Midnehma“ schon funktioniert. In Bad Aibling gibt es nun auch Biertische und Bänke und somit noch einen Hauch mehr an Volksfeststimmung. re
  • Eva Lagler
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Ein großer Biergarten statt dem traditionellen Bad Aiblinger Pfingstvolksfest: Was in Gmund Anfang Mai und zuletzt in Großkarolinenfeld aufgrund der coronabedingten Beschränkungen so noch nicht möglich war, setzt Festwirt Christian Fahrenschon ab Freitag, 29. Mai, jetzt in Bad Aibling um.

Bad Aibling – Das bei den beiden Vorgängerveranstaltungen in Gmund und Großkarolinenfeld gut angenommene Konzept „Wiesn zum Midnehma“ wird hier um einen Biergarten, umrahmt von kleinen Imbiss- und Süßwarenstandln, erweitert.

Kinderkarussell ist nicht erlaubt

Nicht möglich ist hingegen – wie bis Mitte der Woche noch vorgesehen – der Betrieb eines Kinderkarussells. Auch auf musikalische Unterhaltung muss verzichtet werden. „Im Prinzip gelten die gleichen Auflagen wie für jeden anderen Biergarten. Hinzu kommen noch weitere spezielle Auflagen“, sagt Thorsten Bäcker vom städtischen Ordnungsamt. Laut dem vom Landratsamt Rosenheim erteilten Bescheid muss der Biegartenbereich eingezäunt werden. Maximal 300 Personen dürfen sich darin aufhalten, sagt Bäcker. Ein- und Auslassbereich müssen durch Sicherheitspersonal ebenso kontrolliert werden wie die Einhaltung der Hygienevorschriften.

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Maximal dürfen 75 Biertische aufgestellt werden, pro Tisch dürfen maximal vier Personen oder eine Familie sitzen. Die Stände, an denen Essen zum Mitnehmen angeboten wird, müssen am Rand des Biergartenbereichs, zu dem auch ein Küchenzelt gehört, platziert werden. „Unter diesen strengen, vom Gesundheitsamt erlassenen Auflagen wird das aus unserer Sicht eine sehr sichere Veranstaltung, sodass wir kein Problem sehen, die gaststättenrechtliche Genehmigung zu erteilen“, sagt Bürgermeister Stephan Schlier gegenüber unserer Zeitung.

Geselligkeit mit Corona-Abstandsregeln soll es im Biergarten geben.

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Festwirt Fahrenschon hätte gerne noch ein paar Fahrgeschäfte oder zumindest das Kinderkarussell auf dem Platz gehabt – „schließlich passiert da auch nicht mehr als auf einem Kinderspielplatz, im Gegenteil, auch hier gäbe es strenge Hygienemaßnahmen“ – doch das ist laut dem behördlichen Bescheid nicht möglich.

Mit Maske zum Hendl abholen

„Wir geben aber auf alle Fälle unser Bestes, den Menschen wieder etwas Normalität zu ermöglichen und natürlich unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen das Schönste aus der momentanen Situation zu machen“, so Fahrenschon.

Bis zum 14. Juni gibt es täglich ab 11 Uhrknusprige Hendl, frischen Steckerlfisch, resche Schweinshaxenund vieles mehr zum Mitnehmen für Zuhause oder zum Genießen vor Ort im Biergarten. Neben Brotzeiten gibt es auch Burger, Schokofrüchte, gebrannte Mandeln sowie einen Stand mit Eiscafé, Crêpes und Apfelkücherl geben. „Damit ist jetzt noch fünf weiteren Schaustellerunternehmen etwas geholfen“, freut sich der Veranstalter.

Um für die Sicherheit aller Gäste Sorge zu tragen, gilt, wie auch in der Gastronomie, auf dem ganzen Gelände eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, die aber am Tisch abgenommen werden darf. Außerdem sind die geltenden Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln einzuhalten. Wie Fahrenschon betont, sei genügend Personal vor Ort, das sich um die nötigen Hygienemaßnahmen kümmere. „So kann ab Freitag im Biergarten in Bad Aibling wieder gelacht, gegessen und getrunken werden, um den Bürgern zumindest ein kleines Pfingstfest zu ermöglichen. Mehr wird es dieses Jahr leider nicht geben, aber die Gesundheit geht vor.“ Während der Biergarten in den in den ersten drei Tagen um 20 Uhr schließt, kann er nach weiteren Lockerungen ab 2. Juni bis 22 Uhr öffnen.

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