Bad Aibling: Gasalarm im Zentrum der Stadt

In der Münchener Straße 5 beschädigte ein Bagger gegen 15.40 Uhr eine Erdgasleitung.

Zu einem Gasalarm in der Münchner Straße 5 wurde Mittwochnachmittag die Feuerwehr der Stadt Bad Aibling gerufen. Die Rettungsleitstelle informierte, dass ein Bagger auf der Baustelle eine Erdgasleitung beschädigt hatte. Der Schaden konnte zum Glück in Minutenschnelle behoben werden.

Von Kathrin Gerlach

Bad Aibling – Die Feuerwehr rückte mit fünf Einsatzfahrzeugen und 24 Kameraden aus. Gleichzeitig sperrte die Polizei das Gebiet weiträumig ab, traf der Rettungsdienst vor Ort ein. Auch Kreisbrandinspektor Max Goldbrunnner und Kreisbrandmeister Josef Kirner kamen zur Unfallstelle. „Solch eine Gefahrenlage kann sich zum Katastrophenfall entwickeln. Deshalb sind wir zur Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort“, erklärte Goldbrunner. Die hatte Christian Staudhammer, stellvertretender Kommandant der Bad Aiblinger Wehr.

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„15.47 Uhr waren wir vor Ort, 15.55 Uhr war die Gasleitung gesichert“, konnte er Entwarnung geben. In Atemschutzausrüstung hatten zwei Kameraden die Erdgasleitung mit dem hydraulischen Rettungspreizer zugedrückt und kontrollierten mit Messgeräten, ob weiterhin Gas ausströmte. 16.15 Uhr traf ein Mitarbeiter der Energieversorgung Südbayern vor Ort ein. Er quetschte die Leitung ab und reparierte die Havarie. Die Einsatzkräfte konnten abrücken. Glück im Unglück hatte der Maschinist des Baggers. Er hatte das Ausströmen des Gases rechtzeitig durch ein Zischen wahrgenommen.

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„Die Gasleitung war in den Bauplänen ganz anders eingezeichnet. Tatsächlich lag sie nur 20 Zentimeter unter dem Asphalt und war nicht einmal mit einem Trassenband gesichert“, kritisierte er. (Seinen Namen wollte der junge Mann nicht nennen.) Da Gasleitungen heute meist gelb oder orange sind, vermutete er zuerst, dass es sich bei dem schwarzen Kunststoffrohr um eine Wasserleitung handelt. Der Einsatz der Rettungskräfte wird der Baufirma nicht in Rechnung gestellt. „Er ist kostenfrei“, informierte Goldbrunner. „Es kommt leider sehr häufig vor, dass der tatsächliche Verlauf der Leitungen von den Plänen abweicht.“ ka

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