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Johann Brumbauer ist neuer Polizeichef in Bad Aibling - Sicherheit für 81.200 Menschen

Der neue Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling, Polizeioberrat Johann Brumbauer, mit Polizeipräsident Robert Kopp und seinem Vorgänger, Polizeioberrat Mario Huber, der ans Innenministerium wechselt (von links).
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Der neue Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling, Polizeioberrat Johann Brumbauer, mit Polizeipräsident Robert Kopp und seinem Vorgänger, Polizeioberrat Mario Huber, der ans Innenministerium wechselt (von links).
  • Eva Lagler
    VonEva Lagler
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Johann Brumbauer heißt der neue Polizeichef von Bad Aibling. Er ist der Nachfolger von Mario Huber, der nach nur zweieinhalb Jahren in der Kurstadt künftig am Bayerischen Innenministerium tätig sein wird. In einem Festakt wurde der offizielle Amtswechsel vollzogen.

Bad Aibling – Der Anruf habe ihn am 21. Oktober völlig überraschend, kurz vor einem Weißwurstessen, erreicht, berichtete Johann Brumbauer bei der Feierstunde im Bad Aiblinger Rathaus. Am anderen Ende der Leitung: Polizeivizepräsidentin Eva Schichl vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Als der 47-jährige Polizeioberrat wieder auflegte, war mehr oder weniger klar: Er wird die Leitung der Polizeidienststelle Bad Aibling übernehmen.

Verkehrserzieher als Wegweiser

Mit launigen Worten erinnerte Brumbauer sich an seine Grundschulzeit, als ein Jugendverkehrserzieher in Regensburg zu ihm gesagt habe: „Dich Sauhund bring ich auch noch zur Polizei.“ „Ich wusste nicht, soll ich mich freuen oder ist das eine Drohung?“ Der Beamte sei diesbezüglich auch bei späteren Treffen am Fußballplatz hartnäckig geblieben – „und irgendwann habe ich mich dann tatsächlich bei der Polizei beworben. Ohne zu wissen, was auf mich zukommt, geschweige denn, dass ich 29 Jahre später hier Dienststellenleiter werde.

Doch ich habe bis heute keinen einzigen Tag bereut. Aus dem Beruf ist eine Berufung geworden.“ Sein jetziger Posten sei Höhepunkt seiner Laufbahn bisher. Der Ansporn, die herrschende „sehr gute Sicherheitslage weiter hoch zu halten“, sei groß.

"Ein sehr professioneller und motivierter Polizeiführer"

Brumbauer, zuletzt stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim, sei definitiv der Wunschkandidat des Präsidiums gewesen, betonte Präsident Robert Kopp vor einer großen Schar von Vertretern der Polizei, der Justiz, der Hilfskräfte und des öffentlichen Lebens. „Er ist ein sehr professioneller und motivierter Polizeiführer. Wir sind uns absolut sicher, dass er der richtige Mann an der richtigen Stelle ist.“

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Dies sei auch bei dessen Vorgänger Polizeioberrat Mario Huber der Fall gewesen. Seit Juni 2017 habe er als Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling diese gemeinsam mit den Beamten zukunftsorientiert ausgerichtet und höchste polizeiliche Führungsansprüche erfüllt. Von daher habe es ihn nicht überrascht, als Huber im vergangenen Herbst der Ruf in die Polizeiabteilung im Innenministerium erreichte, so Kopp.

Sicherheit für 81.200 Menschen

Diesem Ruf ist Huber nun gefolgt. „Aber es war nicht absehbar, wie schwer mir der Abschied fallen würde. Die Leitung der Inspektion war eines der schönsten und verantwortungsvollsten Ämter in meiner bisherigen Laufbahn – auch wenn die Belastung durch die Umstände mich das ein oder andere Mal fast noch das letzte Haupthaar gekostet hätten.“

Mit Bad Aibling, Kolbermoor und Bruckmühl zählen die drei einwohnerstärksten Kommunen des Landkreises Rosenheim zum Dienstbereich, in dem insgesamt über 81.200 Menschen leben. Hinzu kommen nicht nur zahlreiche Urlauber und Kurgäste, sondern jährlich auch eine große Zahl an Veranstaltungsbesuchern, etwa bei Süddeutschlands größtem House- und Techno-Festival Echelon oder der ADAC Bavaria Historic Rallye – was den Einsatz der Polizeiinspektion immer wieder aufs Neue fordere.

Forderung nach mehr Personal für die Polizei

Huber hob besonders die Professionalität und Besonnenheit seiner Kollegen hervor und zeigte sich froh, dass trotz zunehmender Gewalttaten gegen Polizisten niemand hier schwer verletzt worden sei. Den Schwerpunkt seiner Rede legte er auf Dankesworte an Weggefährten – von Kollegen über Behörden bis hin zu Vertretern der Kommunen sowie Hilfs- und Rettungsdiensten.

Lobende Worte für Huber und ein herzliches Willkommen für Brumbauer sprach Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller aus. Polizeigewerkschaftsvertreter Wolfgang Ligotzky schloss sich an. Er nutzte die Gelegenheit zu einem Appell an die Bürgermeister im Dienststellenbereich – Schwaller für Bad Aibling, Peter Kloo für Kolbermoor, Richard Richter (Bruckmühl), Hans Schaberl (Feldkirchen-Westerham), Georg Weigl (Tuntenhausen) und Bernd Fessler (Großkarolinenfeld). „Uns gehen 7000 Beamte ab. Das Programm, durch das zwar jährliche 500 neue Stellen geschaffen werden, endet zu früh. Gehen Sie zu Ihren Landtagsabgeordneten, sprechen Sie das Thema an, damit sich etwas ändert.“

Ein Thema, das auch den neuen Polizeichef umtreibt: „Wir sind die zweitgrößte Dienststelle im Präsidium und auch die mit der zweitgrößten Einsatzbelastung.“ Umso mehr würdigte er das Engagement seiner Inspektion und versprach: „Ich stehe dafür, dass Ihr gerne und mit Spaß in die Arbeit geht. Nur so kann man gute Arbeit leisten.“ Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Duett „Die Heufelder“.

Neuer Polizeichef fordert engen Schulterschluss

Es gelte, die ganze Kraft in die Waagschale zu werfen, um die gute Sicherheitslage im Dienststellenbereich der Polizeiinspektion Bad Aibling (Bad Aibling, Kolbermoor, Feldkirchen-Westerham, Bruckmühl, Tuntenhausen, Großkarolinenfeld) weiter aufrecht zu erhalten, betonte der neue Dienststellenleiter, Polizeioberrat Johann Brumbauer, bei seinem Amtsantritt. Ein sehr großes Augenmerk liege dabei auch auf dem Zeitpunkt, „wenn die weitreichenden Entscheidungen in Sachen Brenner-Nordzulauf bekannt gegeben werden“. Damit und mit den Konsequenzen werde in Zukunft die gesamte Region ringen müssen. „Und ich rede hier nicht von Protestaktionen von Einheimischen“, stellte Brumbauer klar.

Vielmehr gehe es um ortsfremden Gruppierungen, die eventuell anreisen werden – eine Klientel, für deren Auftreten man im Raum Oberbayern Süd gerüstet sein müsse. Brumbauers Appell: „Wir brauchen hier einen engen Schulterschluss, denn es darf nicht zu so chaotischen Verhältnissen kommen wie in manch anderen Bundesländern.“

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