Müll und Falschparker verärgern Anwohner

Ärger über Vandalismus im Jenbachparadies: Schmierereien von Impfgegnern

Durch Graffiti zerstört wurde auch eine Hinweistafel am „Unteren Jenbachparkplatz“ – vermutlich waren hier eine Querdenker oder Trittbrettfahrer am Werk.
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Durch Graffiti zerstört wurde auch eine Hinweistafel am „Unteren Jenbachparkplatz“ – vermutlich waren hier eine Querdenker oder Trittbrettfahrer am Werk.
  • vonPeter Strim
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Der harte Lockdown lockte in den vergangenen Tagen wieder zahlreiche Freizeitsuchende nach Bad Feilnbach. Nicht alle wussten sich zu benehmen. Sie parkten nicht nur Zufahrten zu und hinterließen jede Menge Müll. Auch Impfgegner traten mit Farbschmierereien in Erscheinung.

Bad Feilnbach – Voll waren die Wanderparkplätze am unteren und oberen Jenbachtal mit Fahrzeugen aus München, Ebersberg und anderen Orten weit über den Landkreis Rosenheim hinaus. Wie schon beim ersten Lockdown im Frühjahr ließ allerdings die Disziplin einiger Corona-Touristen wieder einmal arg zu wünschen übrig.

Zugeparkt und vollgeschmiert

So wurden durch Unvernunft Einfahrten zu Almhütten entlang entlang der Auffahrt zum oberen Jenbachparkplatz versperrt sowie Halte- und Parkverbote kurzerhand missachtet.

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Doch nicht nur das. Der Trend zu Rücksichtslosigkeit und lieblosem Umgang mit Freizeiteinrichtungen hinterlässt inzwischen auch unwiderbringliche Zerstörungen. Das ist an den Einrichtungen der Gemeinde Bad Feilnbach sowie des Kur- und Tourismusvereininsbesondere im Jenbachparadies zu sehen.

Infotafel und Pavillon beschmiert

Die mit großen Mühen erstellten Hinweis- und Informationstafel wurden beschmiert. Hier hinterließen offenbar „Querdenker“ oder deren Trittbrettfahrer ihre Kommentare zu den bevorstehenden Schutzimpfungen gegen das Coronavirus. Im Pavillon am Jenbachparadies, der neben Entschleunigung auch Schutz vor Regen bietet, wurden zum Leidwesen der Bad Feilnbacher die Wände beschmiert und auch die Bänke stark verdreckt.

Die Naturfreunde aus dem Wildnis-Camp Claudia Fuchs (links) und Anian Ardaya Lieb beklagen die Verunreinigung in und um den Pavillon am Jenbachparadies sowie den zunehmenden Müll, den Corona-Touristen in der Natur hinterlassen.

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Von der mangelnden Wertschätzung von Einrichtungen, die vor Jahren aus Fördermitteln und Steuergeldern zum Wohle von Einheimischen und Gästen errichtet wurden, können aber auch die Mitglieder der Wildnis-Schule Chiemgau und des Wildnis-Camps im Jenbachtal ein trauriges Lied singen. Anian Ardaya Lieb aus Bad Feilnbach und dessen Partnerin Claudia Fuchs aus Au kritisieren neben den Schmierereien auch die Müll-Hinterlassenschaften von Touristen, die seit einigen Tagen wieder verstärkt die Region aufsuchen. So sammelten die beiden mit verantwortungsvoller Hingabe für Natur und Landschaft innerhalb von zwei Tagen etwa einen Viertel Kubikmeter Müll ein.

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