Abwasserpumpen fallen aus

Die Kläranlage in Feldolling: Sind Pumpen verstopft, rücken die Mitarbeiter aus, um es wieder zu richten. Merk

Feldkirchen-Westerham – Kurzzeitig ist jetzt eine der Pumpen der Abwasserentsorgung in der Gemeinde ausgefallen, aber die Mitarbeiter haben das Problem schnell in den Griff bekommen, sagt Klärmeister Christian Schäffler.

Was war da los? Ins Klo geworfene Feuchttücher waren der Grund, erklärt er.

Und deshalb warnt der Experte die Bürger der Gemeinde, denn die vermehrte Nutzung der Feuchttücher infolge der Corona-Krise hängt mit den Problemen der Abwasserentsorgung der Gemeinden Feldkirchen-Westerham und Teilbereichen von Weyarn zusammen.  „Der vermehrte Verbrauch von Feuchttüchern als Toilettenpapier macht den Pumpstationen unserer Abwasserentsorgung zu schaffen“, berichtet Schäffler.

„Diese präparierten Tücher können im Gegensatz zu gewöhnlichem Toilettenpapier biologisch nicht abgebaut werden, müssen also unbedingt über den Hausmüll entsorgt werden“, informiert der erfahrene Klärmeister. „Wenn aber die Entsorgung dennoch über die gewöhnliche Toilettenspülung vorgenommen wird, dann werden die Förderpumpen gewissermaßen ,verzopft‘“, weiß Schäffler. Das heißt: sie verlieren an Leistung oder fallen komplett aus. Und davon ist dann fast die ganze Gemeinde betroffen: Der Abwasseranfall im Klärwerk der Gemeinde Feldkirchen-Westerham in Feldolling liegt in der Regel bei täglich 1800 bis 2000 Kubikmetern. Miteingerechnet sind die 500 Kubikmeter, die tagtäglich aus der Gemeinde Weyarn kommen und in Westerham in das Kanalnetz nach Feldolling eingeleitet werden.

Mit Ausnahme von Vagen und der Vagener Au, die an die Kläranlage der Marktgemeinde Bruckmühl angeschlossen sind, werden die Abwasser aus Feldkirchen, Westerham, Altenburg, Aschbach und Feldolling in die Entsorgungsanlage an der Breitensteinstraße in Feldolling eingeleitet.

Mitarbeiterbeheben Schäden

Die Abwässer der nördlichen Orte in der Gemeinde, wie Groß-, Kleinhöhenrain und Thal, werden ebenfalls über eine eigene, der Kommune gehörende Kläranlage entsorgt. Auch Aschhofen entsorgt seine Abwässer in einer eigenen, pflanzlich-naturnahen Anlage. Beruhigend ist das Versprechen von Klärmeister Christian Schäffler: „Sollte eine der sieben, über das ganze Gemeindegebiet verteilten Pumpen ausfallen, dann wird der Schaden von unseren eigenen Mitarbeitern kurzfristig behoben“.

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