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BIS 20 METER UNTER TAGE

Absperrdamm im Osten des Feldollinger Beckens rückt ins Zentrum des Baugeschehens

Dieser Spezialkies kommt vom Sylvenstein-Speicher und wird zur Stabilisierung des Geländebodens eingebaut.
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Dieser Spezialkies kommt vom Sylvenstein-Speicher und wird zur Stabilisierung des Geländebodens eingebaut.
  • VonManfred Merk
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Der Schwerpunkt der Arbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Feldolling hat die Seiten gewechselt. Zwar wird westlich am Einlaufgerinne in Schwaig weiter gearbeitet, derweil aber ist der Absperrdamm im östlichen Bereich des Beckens jetzt in den Mittelpunkt des aktuellen Geschehens gerückt.

Feldkirchen-Westerham – Mit einer Länge von 1100 Metern wird der Absperrdamm teilweise um das westliche Becken des Leitzach-Kraftwerks herum errichtet. Der Damm beginnt parallel zur Steigung der Kreisstraße in Richtung Vagen und geht nördlich dann weiter bis zum zentralen Überleitungs- und Auslass-Bauwerk direkt an den Mangfall-Bereich an der Brücke. Um für den Damm die absolut größtmögliche Sicherheit und Dichte zu erreichen, damit bei einem vollgelaufenen Becken das aufgestaute Mangfall-, Leitzach- und regionale Regenwasser nicht unkontrolliert entweichen kann, wird dieser Rückhalt gebaut.

In Silos wird die stabilisierende Mischung für den Damm vorbereitet.

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Die eindrucksvollen Maße dieses Bauwerks: Die Versenkung des Dammes reicht bis zu 20 Meter ins Erdreich, die Dammhöhe über Gelände beträgt maximal elf Meter. Um diesen dann zusammen 31 Meter hohen Damm bestmöglich stabilisieren zu können, wird er nach der Fertigstellung in zwei Teilen mittig aufgeschlitzt, um eine „Mixed-in-Place-Wand“ einzuziehen. Derzeit werden mit drei parallel laufenden Bohrern, die in Aussehen und Funktion eine verblüffende Ähnlichkeit mit Korkenziehern haben, Schlitze in das Erdreich gezogen. Und im selben Arbeitsgang eine spezielle Mischung einzubringen.

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Gleiches geschieht, wenn ab ebenerdigem Gelände der elf Meter hohe Damm aufgeschüttet sein wird. Auch in diesen wird nach der Fertigstellung eine Dichtwand eingezogen. Der gesamte Auftrag für den Bau dieses Dammes war europaweit ausgeschrieben, den Zuschlag hat die Bietergemeinschaft Rädlinger aus Cham und Bauer aus Schrobenhausen erhalten. Mit der Fertigstellung des über sechs Millionen Kubikmeter Wasser fassenden Rückhaltebeckens ist laut Aussage des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim Ende 2022 zu rechnen. Mit einem Investitionsvolumen von 75 Millionen Euro ist das Projekt das größte Hochwasserschutzvorhaben in ganz Oberbayern. Der Freistaat Bayern und der Bund finanzieren das Regenrückhaltebecken in Feldolling gemeinsam.

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