Abschlussfeier an der Justus-von-Liebig-Schule in Heufeld: Mit Abstand die Besten

Stolze Absolventen und Gratulanten: Rektorin Arabella Quiram (links), die Fördervereins-Vorsitzende Brigitte Schenk und Bürgermeister Richard Richter (Fünfte und Sechster von links) mit den Notenbesten der zehnten Klasse Pia Strnad, Luca Schönach und Attilia Hollosi (von links). Baumann

56 Absolventen der neunten und zehnten Klassen wurden an der Justus-von-Liebig-Schule in Bruckmühl feierlich verabschiedet. Acht von ihnen erzielten einen Notendurchschnitt mit einer „1“ vor dem Komma. Bürgermeister Richard Richter verglich ihre Corona-Schulzeit mit den Abenteuern von Harry Potter.

Von Johann Baumann

Bruckmühl – Üblicherweise finden Abschlussfeiern der Justus-von-Liebig-Schule in Heufeld mit Übergabe der Zeugnisse und unter einem kreativen Motto in der vollen Göttinger Mehrzweckhalle statt. Doch die Corona-Pandemie hat auch die Schul-Szenerie bis hin zum feierlichen Abschluss gravierend verändert.

Das Motto lautete heuer „Mit Abstand die Besten“. Die Feier fand in zwei Durchgängen in der Theaterhalle der Schule statt, wobei jeweils ein Elternteil der insgesamt 56 Absolventen teilnehmen konnte. Die Zeugnisse wurden bereits an einem anderen Tag übergeben.

Ein dickes Lob vom Bürgermeister

Bürgermeister Richard Richter ging in seiner Ansprache auf die besonderen Bedingungen der letzten Monate ein, die durch Extraprüfungen in den „Fächern“ Flexibilität, Nervenstärke, Zuverlässigkeit und Eigenmotivation gekennzeichnet gewesen seien. „Meine größte Anerkennung dafür, dass Sie dennoch durchweg gute Schulabschlüsse erzielt haben“, würdigte er die Leistungen der Jugendlichen.

Richter zog Parallelen zur Schulzeit von Harry Potter, der in jedem Jahr an einer Katastrophe vorbeigeschrammt sei und gruselige Prüfungen zu bestehen hatte: „Da hatten Sie es ein bisschen leichter“, konstatierte der Rathaus-Chef humorvoll.

Lesen Sie auch: Diese drei Männer lassen den Traditionsgasthof „Waldschlößl“ wiederaufleben

Rektorin Arabella Quiram schilderte in ihrer Rede ein imaginäres Szenario, in dem die Schulabgänger statt im Jahre 2004 bereits 1904 geboren wären. Sie hätten unter anderem beide Weltkriege, die Spanische Grippe und die deutsche Teilung erlebt. Damit spannte sie den Bogen zu der aktuellen Corona-Krise. „Trotz der Beschränkungen habt ihr die Bequemlichkeiten der modernen Welt genießen dürfen“, stellte sie relativierend fest. Die Schüler hätten in der Corona-Krise gelernt, mit einer schwierigen Situation fertigzuwerden und nicht aufzugeben. „Ich bin auf jeden Einzelnen von euch sehr stolz“, betonte die Schulleiterin.

Die von ihr verkündete Notenbilanz fiel sehr erfreulich aus. Von 46 Schülerinnen und Schülern der neunten Klassen haben 37 den Quali geschafft. Von den Schulabgängern der zehnten Klasse haben fünf und von den beiden neunten Klassen drei eine „1“ vor dem Komma erreicht.

Die Schülersprecher Philipp Leidlein (9b), Daniela Bernpaintner und David Bernatzky (9a) sowie Pia Strnad und Florian Nodes (10a) blickten positiv auf ihre Mittelschulzeit zurück. Sie lobten die Lehrkräfte – „Sie haben das Vertrauen ins uns nicht verloren.“ – und sprachen dem gesamten Schulpersonal ihren Dank für die Unterstützung aus.

Das könnte Sie auch interessieren: In diesem Tank kommen 6000 Liter Wasser für die Steinling Alm auf die Kampenwand

Anschließend erhielten die besten Absolventinnen und Absolventen der drei Abschlussklassen als Präsent der Marktgemeinde aus der Hand des Ersten Bürgermeisters und der Dritten Bürgermeisterin und Schulreferentin Anna Wallner Geldbörsen mit dem Bruckmühl-Logo. Vom Förderverein, vertreten durch Brigitte Schenk, gab es für die Notenbesten Pizza- und Eis-Gutscheine und von der Marktgemeinde sogar noch eine finanzielle Anerkennung.

Zum diesjährigen „Corona-umständehalber“ kleinen Rahmenprogramm zählten viel beklatschte bebilderte Schuljahres-Rückblicke sowie die Verteilung von beschrifteten Wendemasken und T-Shirts an die scheidenden Schüler.

Live-Konzert diesmal per Video-Botschaft

Bei der Feier war keine Live-Musik gestattet, doch die Lehrkräfte Nicole Dixon und Simone Gartner waren kreativ: Für ihre daheim live aufgenommenen und per Video eingespielten Lieder „Your Song“ (Elton John) oder „A Million Dreams“ (Pink) gab es begeisterten Beifall der Besucher – darunter übrigens auch die ehemalige Schulamtsdirektorin und Heufelder Schulleiterin Veronika Käferle.

Die besten Justus-von-Liebig-Schüler des Jahrgangs 2020

In derKlasse 9aerzielten Marinus Stettner (Notenbester der Schule mit eine Durchschnitt von 1,3), Tobias Seidel (1,8) und Daniela Bernpaintner (2,1).

In der Klasse 9berreichten Marinus Winkler (1,7), Philipp Leidlein (2,0) und Geronimo Bessel (2,2) die Spitzenwerte.

Die „Noten-Hitliste“ der Klasse 10 a (mittlere Reife) wird von Luca Schönach (1,4), Attilia Hollosi (1,5), Pia Strnad (1,6), Marion Stricker (1,7) und Sarah Schüller (1,8) angeführt.

Kommentare