Abschied vom Dirigenten

Dr. Martin Uhldirigierte und spielte mit seiner Geige das Solo.
+
Dr. Martin Uhldirigierte und spielte mit seiner Geige das Solo.

Das schon zur Tradition gewordene Neujahrskonzert der Blaskapelle Bruckmühl ist einer der musikalischen Höhepunkte in der Marktgemeinde. Etwas getrübt wurde das Konzert, da der Leiter der Kapelle, Dr. Martin Uhl, seinen Rücktritt aus beruflichen Gründen bekannt gab.

Bruckmühl – Mit dem „Rettungs-Jubel-Marsch“ wurde das Neujahrskonzert eröffnet. Es fand zum ersten Mal im Sozialsaal der Arzneifabrik Salus-Haus stattfand. Dass der Platzwechsel vom Gemeinschaftshaus in Holzham stattfand, daran ist das schlechte Wetter schuld, das beim Aufstellen des Maibaumes bei Salus herrschte (wir berichteten). Nachdem der Baum in die Senkrechte gebracht war, wurde in diesem Raum gefeiert. Dass dies ein geeigneter Platz für das Neujahrskonzert wäre, erkannte die Vorsitzende der Blaskapelle, Monika Huber. Sie klopfte beim Seniorchef des Hauses, Otto Greither, an – und dieser sagte Ja.

Der Leiter der Blaskapelle, Dr. Martin Uhl, lieferte dem Publikum wichtige Details zu Komponisten und die Zeit, in der die Werke entstanden. So auch für „The Second Waltz“ vom russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch. „Auf einem persischen Markt“ von Albert W. Ketelbey fühlte man sich in das ferne Land im Osten versetzt.

Bei der Ansprache ließ Bürgermeister Richard Richter das Jahr 2015 Revue passieren. Er konnte von baulichen Veränderungen in der Gemeinde und auch einigen Festen, bei denen unter anderem zwei Weltmeister geehrt wurden, sprechen. Der Bürgermeister ging kurz auf die 100-Jahr-Feier des Salus-Hauses ein. 300 Flüchtlinge wurden in Bruckmühl aufgenommen. 30 bis 40 werden in nächster Zeit folgen. Dank sagte Richter den freiwilligen Helfern. Über ein Lob konnten sich auch seine Mitarbeiter freuen. Dass Dr. Uhl sich als Dirigent der Blaskapelle verabschiedet, bedauerte Richter und dankte ihm für sein erfolgreiches Wirken.

Dr. Uhl brachte zur Einführung der Polka „Im Krapfenwaldl“ von Johann Strauß einen Teller voller frischer Krapfen mit. Viel Beifall gab es nach dem „Zauberer Galopp“ von Adolf Vancura. Bei der „Serenata Sentimentale“ von Enrio Toselli spielte der Dirigent mit seiner Geige meisterlich das Solo. Erinnerungen wurden bei der Aufführung des Potpourris „Das Beste aus Maske in Blau“ von Fred Raimond und dem gleichnamigen Film wachgerufen, wobei einige auch leise mitsangen.

Berührend war, wie die 38 Musiker mit der Vereinsvorsitzenden Monika Huber ihren Leiter und Freund verabschiedeten. Vorbereitet worden waren viele humorvolle Beiträge aus seiner Dirigentenzeit, die beim Neujahrskonzert 2010 begann. Nicht zu erfahren war, wo Dr. Uhl den Gutschein für eine Gemüsesuppe einlösen darf. Den Blumenstrauß bekam seine Ehefrau.

Das Podium durfte Dr. Uhl erst nach drei Zugaben verlassen, zu denen der Radetzkymarsch und der Marsch „Müller zu Bruck“ von Dr. Stacheter zählten. Bis der letzte Gast den Saal verlassen hatte, spielten Maria und Georg Kellerer mit dem Bassisten Dr. Stacheter auf. Zwischendurch durfte auch Dr. Uhl mit seiner Geige noch mitspielen. og

Neujahrskonzert der Blaskapelle Bruckmühl

Kommentare