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WECHSEL AN BÜCHEREISPITZE IN FELDKIRCHEN-WESTERHAM

Abschied von der Bücherwelt

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Feldkirchen-Westerham – In der Feldkirchen-Westerhamer Gemeindebücherei endet Ende September dieses Jahres eine Ära: Dann geben Dr. Wer von der Bücherei im „Petzinger-Haus“ spricht, der denkt sofort auch an Sie beide. Dr. Annelies Mücke: Ich habe mir schon eine neue Nähmaschine gekauft. Und wie wäre es, ein eigenes Buch zu schreiben? Dr. Einen Großteil Ihrer Zeit sind Sie von Büchern umgeben. Annelies Mücke: Als Lehrerin liegen mir insbesondere Kinderbücher am Herzen. Dr. Sie haben beide jahrzehntelang in der Gemeindebücherei gearbeitet. Annelies Mücke: Auf der Verwaltungsseite hat sich besonders der EDV-Bereich geändert. Dr. Warum Sie nicht? Dr. Ihre Nachfolgerin Lena Zimmer tritt am 1. Juni ihren Dienst an. Dr. Annelies Mücke: Der Zeitpunkt ist passend. Was sind die Herausforderungen, die auf das künftige Team rund um Lena Zimmer warten? Dr. Wenn Sie Ihrer Bücherei etwas für die Zukunft wünschen könnten: Was wäre das? Dr.

Michael und Annelies Mücke die Leitung der Einrichtung ab. Im Interview blickt das Paar zurück auf seinen jahrzehntelangen Dienst im Ehrenamt. Seit 1989 bauten die Mückes die Bücherei zum Herzen der Gemeinde aus.

Als Leitung sind Sie immer im Einsatz. Was fangen Sie ab Herbst mit der ganzen freien Zeit an?

Michael Mücke: Reisen, wandern und lesen. Zeit, dafür zu haben, darauf freue ich mich besonders. Der erste Urlaub ist auch direkt im Oktober geplant.

Das ist mein großes Hobby. Außerdem freue ich mich darauf, endlich mehr Zeit für unsere sechs Enkel zu haben.

Michael Mücke: Das ist schon erledigt. Fünf Bücher habe ich bereits veröffentlicht. Darunter auch eine Einführung ins öffentliche Büchereiwesen – bekannt als „Die Mücke-Bibel“ (lacht).

Welches von ihnen ist Ihre Lieblingslektüre?

Gerne lese ich auch historische Romane.

Michael Mücke: Eines meiner Lieblingsbücher ist der „Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff. Und ein, zwei, drei Kapitel schaffe ich meist vor dem Schlafengehen auch aus Laotses „Tao te king“.

Was waren die gravierendsten Änderungen, die Sie mitbekommen haben?

Als wir starteten, spielte sich die Erfassung noch auf der Schreibmaschine und auf Karteikarten ab.

Michael Mücke: Seit 40 Jahren arbeite ich in irgendeiner Form in Büchereien oder mit Büchern. Unter anderem war ich ja auch in der bayerischen Staatsbibliothek tätig. Parallel führten meine Frau und ich die Gemeindebücherei. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir da noch der Kampf um die Kassetten. Es gab Leute, die lehnten deren Aufnahme in einer Bücherei rigoros ab.

Michael Mücke: Weil ich denke, dass es nicht um die Form geht, in der Informationen vermittelt werden. Das zeigt sich heute in den Büchereien. Da gibt es nicht nur Bücher, sondern DVDs, CD-Roms oder ein E-Book-Angebot. Nur die Kassetten, die sind fast verschwunden.

Werden Sie sie weiterhin unterstützen?

Michael Mücke: Bis Ende September sind wir ja noch da. Was danach kommt, wird sich zeigen. Zum Abschied wird es aber noch ein Fest geben.

Denn: Ende September feiert mein Mann auch seinen 70. Geburtstag.

Michael Mücke: Das Raumproblem in unserer Bücherei muss dringend gelöst werden. Gerade das Büro ist viel zu klein. Außerdem gibt es gar kein Lager. Wir hoffen darauf, dass sich im Rahmen der Städtebauförderung etwas verändern wird.

Michael Mücke: Wir hoffen, dass die menschliche Atmosphäre, die hier im Team herrscht, erhalten bleibt. Zudem muss die Bücherei ein kultureller Treffpunkt sein und dazu, etwa mit Veranstaltungen, noch weiter ausgebaut werden.

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