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Rollende Bürgerversammlung

75 Radler trotzen bei „Tour de Bruckmühl“ dem Regen - und erhalten neueste Infos aus der Gemeinde

Die „Tour de Bruckmühl“ schlängelte sich als rollende Bürgerversammlung mit 75 Teilnehmern über 19 Stationen durch die Marktgemeinde Bruckmühl. Darunter war auch die Freifläche von Clariant, die für eine PV-Anlage vorgesehen ist. Vittorio
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Die „Tour de Bruckmühl“ schlängelte sich als rollende Bürgerversammlung mit 75 Teilnehmern über 19 Stationen durch die Marktgemeinde Bruckmühl. Darunter war auch die Freifläche von Clariant, die für eine PV-Anlage vorgesehen ist. Vittorio
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Getreu dem Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ trotzten 75 Radfahrer bei der Bürgermeister-Radltour dem Nieselregen. Auf einer Strecke von 18 Kilometern erhielten sie an 19 Stationen die neuesten Informationen aus der Marktgemeinde Bruckmühl.

Bruckmühl – Die „Tour de Bruckmühl“ ist seit Jahrzehnten eine rollende Bürgerversammlung. Bei schönem Wetter radeln 180 Bürger mit, dieses Mal fuhren 75 Personen aktiv mit Bürgermeister Richard Richter zu zahlreichen Punkten, Baustellen und interessanten Bereichen in der Kommune. Dabei informierte Richter über Baufortschritte, Entwicklungen, Hintergründe und vieles mehr.

18 kühle Kilometer voller Informationen

Angeführt von Christina Riedl aus der Bruckmühler Bauverwaltung ging es auf die knapp fünfstündige Tour mit 19 Stationen und 18 Kilometern Länge. „Schön, dass in Bruckmühl Radeln keine Gut-Wettersache ist“, freute sich der Bürgermeister und ebenso, dass auch aus Nachbarkommunen Teilnehmer dabei waren. Markus Zehetmaier (Liegenschaften und Wirtschaftsförderung bei der Gemeinde) hatte die tragende Rolle der mobilen Lautsprecheranlage auf dem Fahrrad inne. Los ging es am Heufelder Übergangsrathaus und von dort in den Rübezahlweg zum sozialen Wohnbau.

Über den Mangfalldamm führte die Tour weiter zur PV-Anlage von Clariant. Firmenvertreter Michael Stahuber schilderte die Auslegung auf 730 kWp auf einer Anlagenfläche von circa 6400 Quadratmetern. Die Anlage liefere ausschließlich Strom für den Eigenverbrauch der Firma Clariant. Über eine Trafostation, die sich auch auf dem Feld der PV-Anlage befindet, werde die Spannung auf 20 000 Volt transformiert. „Die Fläche der PV-Anlage ist seit vielen Jahren im Bebauungsplan als Industriebaufläche deklariert. Der Bebauungsplan musste nicht geändert werden. Es wurde lediglich eine Befreiung bezüglich der Bepflanzung beantragt und genehmigt“, so Stahuber, der auch Gemeinderat ist.

Angekommen an den Heimstätten an der Justus-von-Liebig-Straße übernahm wieder der Bürgermeister das Mikro. „Die Oberbayerische Heimstätte Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft mbH errichtet hier einen Neubau mit 27 Mietwohnungen. Dazu hat die Regierung von Oberbayern staatliche Fördergelder in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro bewilligt. Davon werden 431 200 Euro als Zuschüsse, der Rest als zinsgünstige Förderdarlehen ausbezahlt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro“, schlüsselte Bürgermeister Richter hier auf.

Über die Baustelle an der Justus-von-Liebig-Straße ging es weiter. Dort – im abgesperrten Bereich – erfolgt der erste Teilabschnitt für den Ausbau der Straße vom Weihenlindener Kreisel bis zur Schule. 1,5 Millionen Euro nimmt der Markt Bruckmühl dafür in die Hand.

Am Liesl-Karlstadt-Bogen erläuterte Richter, dass dort, östlich der Weihenlindener Straße, insgesamt 13 Wohnbauparzellen mit zwei Vierspännern, einem Dreispänner und einem Doppelhaus im Einheimischenmodell entstehen werden.

Bereits bezogen und fertiggestellt ist indes der soziale Wohnungsbau an der Adlfurter Straße. Nach den Höglinger Weihern und den dortigen Neuerungen mit Spielgerät und Sitzgelegenheiten testeten die Radler den neuen Geh- und Radweg in Richtung Naherholungsgebiet Kiesgrubengelände.

Im gemeindlichen Bauhof gab es dann eine kleine Stärkung mit Handwurst und Semmeln für die Radler. Der Durst wurde an der kommunalen Wasserbar, die das Wasserwerk aufgebaut hatte, gelöscht. In diesem Zusammenhang zollte Richter allen Beteiligten und Organisatoren seinen Dank: „Die Feuerwehren sorgen ehrenamtlich dafür, dass wir alle Straßen gut passieren können und es zu keinen Gefahrensituationen kommt.“ Die Pause wurde auch zum Aufwärmen genutzt, denn obwohl die ganze Woche über mit Temperaturen um die 30 Grad glänzte, setzten Nieselregen und Wind den Radlern doch zu.

An der Kulturmühle gab es eine kurze Führung im Gebäude. Daraus ergaben sich zahlreiche Gespräche, ehe es auf den Drahteseln weiterging.

Dann hieß es wieder „auf die Drahtesel“ und weiter ging es zum Schwimmbad Bruckmühl. Seit 1972 ist es an der Sonnenwiechser Straße geöffnet. „Viele Generationen haben hier schon schöne Sommertage verbracht – und das Bad hat nichts von seinem Reiz verloren“, so Richter. Windiger wurde es am Dr.-Wilhelm-Glasser-Weg. Dort gab der Bürgermeister Hintergrundinfos zum Domizil des BRK, zum BWG und zur Moschee. Zum Altenheim „Blumenwinkl“ ging es dann weiter.

13 Bewohner leben dort in einer familiären Gruppe. Ihr Schwerpunkt liege auf Präsenz, Alltagsbegleitung und häuslicher Normalität, informierte Richter. 16 Bewohner leben in einem beschützten Bereich im Erdgeschoss mit eigenem Gartenanteil. Auch dort liege der Schwerpunkt auf häuslicher Normalität und Assistenz in der Lebensführung. Gemeinsame Aktivitäten wie Kochen helfen, diese Fähigkeiten zu erhalten. Weitere elf rüstige Bewohner leben zudem in seniorengerechten Wohneinheiten, können ihr Leben selbstständig führen und wissen sich dabei gleichzeitig in einem sicheren Umfeld.

Wie wichtig Schutzmaßnahmen sind, untermauerte Richard Richter dann am Beispiel des Hochwasserschutzprojektes an den Berghamer Bächen. „Eine kleine Ursache kann enorme Auswirkung haben“, betonte er und erinnerte daran, dass das Wasser einst auf dem Mangfall-Center-Parkplatz stand.

SVB-Fußballer versüßen Zieleinfahrt

Ein Dach über dem Kopf bot dann die kurze Besichtigung der Kulturmühle an der Bahnhofstraße. Über die „Rösnerwiese“ und Informationen zu deren geplanter Bebauung mit Kindergarten ging es dann – wieder im Trockenen – in der Sudetenstraße auf die Baustelle des geförderten Wohnungsbaus. Ein Festpreisangebot über 6,5 Millionen Euro macht es möglich, dass hier 23 Sozialwohnungen entstehen. Bauträger sind die Vereinigten Gemeinnützigen Baugenossenschaften Bad Aibling-Bruckmühl. Am Ziel, dem Bürger-Biergarten im Raiffeisenpark, erwarteten dann die SVB-Fußballer die Radler schon mit einer Stärkung und so klang die „Tour de Bruckmühl“ gesellig bei einem weiteren Austausch aus. re/ka

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