42 Prozent weniger Übernachtungen in Bad Aibling

Rathauschef Stephan Schlier (vorne) hielt seine erste Bürgerversammlung an Bürgermeister ab – im Schatten von Corona.
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Rathauschef Stephan Schlier (vorne) hielt seine erste Bürgerversammlung an Bürgermeister ab – im Schatten von Corona.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Corona hat in der Kurstadt Bad Aibling tiefe Spuren hinterlassen. Wie Bürgermeister Stephan Schlier auf der Bürgerversammlung bekannt gab, kamen von Januar bis August rund 30 Prozent weniger Gäste als 2019. Die Stadt will nun gegensteuern.

Bad Aibling – Um die 60 Besucher fanden sich jetzt zur Bürgerversammlung im Kurhaus der Stadt ein – mehr als zwei Drittel weniger als vor einem Jahr. Damals besuchten etwa 200 Bad Aiblinger die Veranstaltung. Corona lässt grüßen. Auch die Sitzplatzverteilung war heuer an Corona angepasst: Neun Personen nahmen in einer Reihe Platz – um die einzelnen Besucher ein Radius von 1,50 Meter. „Sicherheit verpflichtet“, sagte Rathauschef Stephan Schlier (CSU). Kein Wunder, dass „Corona und Bad Aibling“ auch ein Thema war.

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Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Pandemie auch die Kurstadt fest im Griff hat: Kamen 2019 im Zeitraum Januar bis August 27 819 Gäste nach Bad Aibling, waren es heuer im gleichen Zeitraum 19 403 – ein Rückgang von etwa 30 Prozent. Bei der Zahl der Übernachtungen waren es im gleichen Zeitraum 183 317 im Jahr 2019 – 2020 liegt die Zahl bei 106 323 – ein Rückgang von etwa 42 Prozent.

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Um diesen Trend aufzuhalten, hat die Stadt „zahlreiche Werbeaktionen“ auf den Weg gebracht, so Schlier. Dazu gehören Marketing-Kampagnen zur Unterstützung der Hotels, Gastronomie, Einzelhandel und Gesundheitswirtschaft unter anderem im Norden Bayerns und im Süden Hessens. Schlier erklärte: „Es ist eine große Herausforderung über den Winter zu kommen.“ Deshalb sei nach Angaben des Rathauschefs wichtiger denn je, dass Bad Aibling zusammenhalte.

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