166 Babys und 166 neue Bäume für Bad Aibling

Für die 166 im Jahr 2019 geborenen Bad Aiblinger Babys  werden jetzt nach und nach 166 neue Bäume gepflanzt.
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Für die 166 im Jahr 2019 geborenen Bad Aiblinger Babys werden jetzt nach und nach 166 neue Bäume gepflanzt.

Für jedes Bad Aiblinger Neugeborene aus dem Jahr 2019 pflanzt die Stadt heuer einen Baum – 166 an der Zahl. Welche Standorte dafür vorgesehen sind, gab Bürgermeister Stephan Schlier jetzt im Stadtrat bekannt.

Von Eva Lagler

Bad Aibling – 166 Neugeborene hat das Standesamt in Bad Aibling im vergangenen Jahr verzeichnet. Und das bedeutet, dass die Stadt nun 166 neue Bäume pflanzen wird. Damit setzt die Kommune das um, was der Stadtrat vor einem Jahr auf den Antrag „Ein Baum für jedes Bad Aiblinger Neugeborene“ der CSU-Fraktion hin beschlossen hatte. Ziel: Ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu setzen.

162 Klinik- und vier Hausgeburten

162 der im Jahr 2019 geborenen Kinder erblickten im Krankenhaus das Licht der Welt, vier wurden zuhause geboren. Wie Bürgermeister Stephan Schlier erläutert, sollen die 166 Pflanzungen im Herbst dieses Jahres sowie im Frühjahr 2021 abgeschlossen werden. Aufgrund der Corona-Pandemie und dem Schichtbetrieb im Bauhof sowie der folgenden Sommerzeit sei dies vorher nicht möglich gewesen.

Neue Bäume werden somit künftig am Prantseck-Hanggelände, am Gehweg an der Thürhamer Straße Richtung Ebersberger Straße und an der Kranzhornstraße gepflanzt. Grünen Zuwachs bekommt auch die Fläche beim Info-Punkt an der Willinger Straße, die Ecke an der Madaustraße zur Jägerkampstraße sowie der Bereich am Beachvolleyballplatz im Sportplatz Bad Aibling.

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Der Stadtrat sah seinerzeit auch vor, dass Eltern von Neugeborenen gegen Zahlung einer Kostenpauschale an bestimmten Bäumen ein kleines Schild mit einer persönlichen Widmung anbringen lassen oder Baumpatenschaften übernehmen: „Das symbolisiert auch die Verwurzelung des Kindes mit seiner Heimatstadt Bad Aibling“, hatte es seitens des Gremiums geheißen.

Wie Johanna Kinshofer vom städtischen Bauamt auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte, hat auf dieses Angebot bislang aber noch niemand reagiert.

Den Neupflanzungen stehen, wie Schlier in der jüngsten Stadtratssitzung informierte, auch einige Baumfällungen gegenüber. Dabei handelt es sich um acht einzelne Bäume und eine Elsengruppe. Die Gründe, die dies erforderlich machen, reichen vom Eschentriebsterben über Pilzbefall bis zur Hebung des Wurzeltellers. Im Einzelnen sind dies zwei Eschen und eine Eiche am Prantseck, zwei Eschen am Theresienmonument, eine Hainbuche an der Ganghoferstraße, ein Ahorn an der Sonnen/Madaustraße, die Elsen am Kindergarten Willing sowie ein Baum an der St. Georg-Schule an der Sonnenstraße.

Weitere Fällungen auf dem Schulgelände

Hinzu kommen noch die Fällungen, die laut Vorgabe des Architekturbüros für die Durchführung des Neubaus der St. Georg-Grund- und -Mittelschule erforderlich sind. Im Ghersburgwald müssen außerdem jene Fichten weichen, die von dem Borkenkäfer befallen sind.

Folgende Ersatzpflanzungen sind hierfür laut Schlier vorgesehen: vier Linden, je eine Eiche und eine Flügelnuss, zwei Baumhaseln sowie Wildhecken.

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