4 Beyhartinger Musiker schaffen es ins Guinness-Buch der Rekorde

Ins Guinness-Buch der Rekordehat es das größte Online-Orchester der Welt geschafft. Zu den 1320 Musikern aus 44 Nationen gehören auch drei Beyhartinger.
  • vonWerner Stache
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Ins Guinness-Buch der Rekorde hat es das größte Online-Orchester der Welt geschafft. Zu den 1320 Musikern aus 44 Nationen gehören auch Andrea Cardin, Wolfgang Horselig, Anian Gambos und Nicole Schnitzenbaumer vom Spielmanns- und Fanfarenzug Beyharting.

Tuntenhausen – Die Idee für das weltweit größte Online-Orchester hatte Jens Illemann aus Wewelsfleth in Schleswig-Holstein. Der 32-Jährige hatte Mitte März über Facebook zu einem Projekt-Versuch aufgerufen: Wer Spaß daran hatte, sollte ihm ein Video von sich selber schicken, wie er ein Stück Musik spielt.

Stolz auf den Weltrekord Andrea Cardin mit der Urkunde des Rekordinstitutes für Deutschland (RID). Stache

Aus 40 Musikern werden 1320

Illemann hatte vorher die Noten und ein Klangbeispiel zu Verfügung gestellt. Aus allen Einsendungen kreierte der Musiklehrer dann ein Gesamtvideo – eine Art Collage, in der jeder Musiker zu sehen war.

https://www.ovb-online.de/rosenheim/bad-aibling/1320-musiker-darunter-vier-beyhartinger-musizieren-sich-guinness-buch-rekorde-13763283.html

Anfangs beteiligten sich daran 40 Musiker. Im Laufe der Zeit wurden es immer mehr – am Ende sogar 1320. Sie zogen nun als „das größte virtuell spielende Musikensemble“ ins Guinness-Buch der Rekorde ein.

Beyhartingerin wird auf Rekord-versuch aufmerksam

Und das Beste daran: Mit dabei sind auch Musiker aus dem Spielmanns- und Fanfarenzug Beyharting. Andrea Cardin hatte als erste auf Facebook von der Idee erfahren und sofort mitgemacht: „Es wird bestimmt eine ganz nette Erfahrung“, dachte sie anfangs. „Aber dass das so groß wird und so viel Spaß macht, hätte ich nicht gedacht“, erzählt Cardin voller Begeisterung.

Daraufhin folgten ihr Wolfgang Horselig, Anian Gambos und Nicole Schnitzenbaumer, die Vorsitzende der Beyhartinger Spielleute, und machten ebenfalls mit.

Gemeinsames Musizieren ist das Wichtigste

„Es ist eine unglaubliche Freude, so eine tolle Auszeichnung zu erhalten“, freut sich Initiator Illemann: „Viel wichtiger ist mir aber, dass wir es geschafft haben, jede Woche gemeinsam Musik zu machen – auch ohne uns real zu sehen.“

Auch Nicole Schnitzenbaumer freut sich, dass ihre Musiker dabei waren: „Dieses Projekt war für viele Ansporn, in der probenfreien Zeit selbstständig zu üben und sich mit neuen Stücken zu beschäftigen – das trägt natürlich auch einen Teil zur musikalischen Entwicklung in unserem Spielmannszug bei.“

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Die Überprüfung und Abnahme des Rekords hat das renommierte „Rekord-Institut für Deutschland“ übernommen. Rekordrichter Olaf Kuchenbecker hat den Rekordversuch im Internet begleitet und – ebenfalls online – den neuen Rekord verkündet.

Online-Orchester musiziert weiter

„Der Weltrekord sollte ein großer Abschluss dieses besonderen Projekts sein“, erklärt Illemann. Für ihn war es nicht der erste Weltrekord. Schon 2016 hatte er in der Commerzbank-Arena in Frankfurt das größte Orchester aus der Taufe gehoben und war damit erstmals ins Guinness-Buch der Rekorde eingezogen.

Mit diesem Erfolg enden die Proben des weltgrößten Online-Orchesters natürlich nicht. Da unter Corona-Bedingungen Orchester und Chöre noch immer nicht wieder proben dürfen, hat sich der Musiklehrer dazu entschlossen, das Projekt monatlich weiterzuführen. Interessierte Musiker und Sänger können sich jederzeit auf der Webseite www.corona-orchester.de anmelden.

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