Automatisch intelligent einparken

Der Audi Q2 im Modellformat meisterte selbstständig komplexe Einpark-Situationen. audi ag
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Der Audi Q2 im Modellformat meisterte selbstständig komplexe Einpark-Situationen. audi ag

Sie ist eine der weltweit wichtigsten Fachkonferenzen für Künstliche Intelligenz: Die NIPS (Conference and Workshop on Neural Information Processing Systems) präsentiert Fortschritte aus den Bereichen Machine Learning und Computational Neuroscience.

Audi war zum ersten Mal mit einem Showcase vertreten. In Barcelona zeigte der Premiumhersteller im Modell-Maßstab, wie ein Auto intelligente Einpark-Strategien entwickelt.

Selbstlernende Systeme sind eine Schlüsseltechnologie für pilotiert fahrende Autos. Im Machine Learning hat Audi bereits großes Know-how aufgebaut. Ein Modellauto im Maßstab 1:8, der „Audi Q2 deep learning concept“, demonstrierte einen intelligenten Einparkvorgang. Er sucht und findet auf einem Feld von drei mal drei Metern selbstständig eine geeignete Parkbucht in Form eines Metallrahmens und parkt dort ein.

Die Sensorik besteht aus zwei Monokameras, die nach vorn und hinten gerichtet sind sowie zehn Ultraschallsensoren rund um das Modell. Ein zentraler Bordrechner setzt ihre Informationen in Steuersignale für Lenkung und Elektromotor um. Auf der Fahrfläche ermittelt das Modellauto im ersten Schritt seine relative Position zum Parkplatz. Sobald es diesen erkennt, berechnet es, wie es sicher zum Ziel gelangt. Dabei rangiert das Modellauto, lenkt und fährt je nach Situation vorwärts oder rückwärts.

Die Fähigkeit zum Einparken erwirbt das Modellauto mittels Deep Reinforcement Learning. Dabei lernt das System mit Hilfe von Versuch und Irrtum. Zu Beginn wählt das Auto seine Fahrtrichtung nach dem Zufallsprinzip. Ein Algorithmus erkennt eigenständig die erfolgreichen Aktionen und verfeinert auf diese Weise die Park-Strategie immer weiter. So kann das System schließlich auch schwierige Aufgaben selbstständig lösen.

Zum globalen Netzwerk von Audi zählen neben Forschungseinrichtungen auch Unternehmen aus Hot Spots im Silicon Valley (USA), in Europa und Israel. So arbeitet der Premiumhersteller unter anderem mit MobilEye zusammen, dem weltweit führenden Unternehmen im Bereich Bilderkennung. In dieser Kooperation haben die beiden Partner unter anderem eine auf Deep Learning basierende Software zur Umfeldwahrnehmung entwickelt. Audi setzt diese auf dem zentralen Fahrerassistenzsteuergerät (zFAS) erstmals 2017 in der neuen Generation des Audi A8 ein. Wichtiger Entwicklungspartner des zFAS war NVIDIA, führend im Bereich der Hardwaresysteme mit zugehöriger Entwicklungsumgebung. Mit diesen technischen Lösungen wird der Kunde in Stausituationen pilotiert fahren und pilotiert parken können.

Formen der „Künstlichen Intelligenz“ werden besonders wichtig für anspruchsvolle Situationen wie beispielsweise Stadtverkehr. So schätzen pilotiert fahrende Autos ihr komplexes Umfeld richtig ein und führen entsprechende Fahrmanöver durch.

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