Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Arbeiten im Steinbruch Überfilzen fortgesetzt

Das Rohrdorfer Zementwerk darf im Steinbruch Überfilzen weiter arbeiten. Geplant ist in den nächsten 25 Jahren der Abbau von 200 000 bis 250 000 Tonnen.
+
Das Rohrdorfer Zementwerk darf im Steinbruch Überfilzen weiter arbeiten. Geplant ist in den nächsten 25 Jahren der Abbau von 200 000 bis 250 000 Tonnen.

Ein Thema begleitete die Nußdorfer im letzten Jahr wie wohl kaum ein anderes: der Steinbruch in Überfilzen.

Besorgt schauten nicht nur Nußdorfs Bürger, sondern mittlerweile auch viele Anwohner des oberen Inntals, auf die Entwicklung im Steinbruch von Überfilzen. Denn schon von Weitem sind die Abbauaktivitäten, die nun deutlich über die bisherigen Grenzen der Sichtschutzwand hinausgehen, zu sehen und sorgten für Empörung bei Bürgern und Umweltverbänden.

Bürger bildeten Bürgerinitiative

Bereits vor über einem Jahr legten Bürger dagegen Protest ein und bildeten eine Bürgerinitiative. Diese glaubte, dass nach den vorliegenden Zeichnungen die Oberkante des Steinbruchs bei 789 Meter läge. Der Betreiber des Steinbruchs, die Rohrdorfer Zementwerke, hingegen waren da andere Auffassung. So schreitet die sichtbare Abbaulinie immer weiter aufwärts.

Alles begann mit der Erteilung der ersten Abbaugenehmigung für den Steinbruch am 24. März 1961. Weitere Genehmigungen folgten in der Zeit von 1980 bis 1993, die heute noch rechtsgültig sind. Das stellte die Regierung von Oberbayern im letzten Jahr fest, nachdem der Fall auf ihren Tisch als oberste Aufsichtsbehörde kam.

Der zuständige Beamte prüfte nun eingehend alle Bescheide und Änderungen seit 1961. Das Ergebnis: für ihn ist der Abbauplan vom September 1993 maßgeblich. Dieser enthalte eine als solche deutlich markierte „Abbaugrenze“ in der Draufsicht. Zusammenfassend stellte er schließlich fest, dass der aktuelle Bescheid keine verbindlichen Abbauhöhen enthalte und kam in seiner Stellungnahme zu dem Entschluss, dass die Bescheide bestandskräftig und damit nicht mehr anfechtbar seien. Zwischenzeitlich wurden Landratsamt und Juristen zur Klärung der Situation bemüht und das bayerische Umweltministerium als Mediator zwischen Steinbruchbetreiber und Bürger eingeschaltet und Varianten vorgelegt.

Allerdings kam keine der diskutierten Varianten für den Steinbruchbetreiber in Frage, da ihm dazu keine Abbaugenehmigung vorlag. Diese müsste zunächst beantragt werden, was viel Zeit in Anspruch nimmt und wahrscheinlich neue Diskussionen auslösen dürfte.

Schließlich wurden die Arbeiten im Steinbruch planmäßig fortgesetzt. Zunächst wird der Abraum über den bestehenden Forstweg noch bis Ende 2018 abtransportiert. Für die kommenden 25 Jahre ist dann der Abbau von 200 000 bis 250 000 Tonnen pro Jahr geplant. Ein Enddatum konnten die Steinbruchspezialisten jedoch nicht nennen. stv