ERWEITERUNGSBAU DES LANDRATSAMTES: ARBEITEN HABEN BEGONNEN

17,5Millionen Euro für mehr Platz

Wegen der Raumnot sind Teile des Personals derzeit in Container ausgelagert.
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Wegen der Raumnot sind Teile des Personals derzeit in Container ausgelagert.

Am gestrigen Montag hat der Landkreis mit den Arbeiten für den Erweiterungsbau des Landratsamtes in Rosenheim begonnen. Der offizielle erste Spatenstich für das Projekt soll bei der Kreistagssitzung im Juni erfolgen. Landrat Wolfgang Berthaler möchte parallel zu den Bauarbeiten auch mit der Organisationsreform in der Behörde vorankommen.

Rosenheim – Rund 17,5 Millionen Euro nimmt der Kreis für die Maßnahme in die Hand, rund 120 neue Arbeitsplätze sollen auf rund 2120 Quadratmetern entstehen. Zusätzlicher Platz, den die Kreisverwaltung nach Überzeugung des Landrats dringend braucht, wenn sie künftig Bürgernähe und effiziente Arbeit noch besser vereinen will. 70 Arbeitsplätze im Bereich des Jugendamtes, der Gewerbeaufsicht und des Öffentlichen Personennahverkehrs sind derzeit wegen der vorherrschenden akuten Raumnot ausgelagert.

Möglicherweise reichen die jetzt vorgesehenen Erweiterungsmaßnahmen gar nicht aus, um künftig alle Verwaltungsbereiche unter einem Dach zu vereinen. „Möglicherweise kommt es zu einer Gesetzesänderung, deren Folge wäre, dass zahlreiche Aufgaben vom Bezirk auf die Jugendämter der Landkreise übertragen werden. Das wissen wir im Moment aber noch nicht so genau“, nennt der Landrat den Grund dafür, warum der angelaufenen Erweiterung möglicherweise gleich eine zweite folgen müsste. Käme es so, ginge dies mit einer Personalaufstockung im Jugendamt von derzeit 100 auf etwa 150 Kräfte einher. Lösen will Berthaler das dann entstehende Raumproblem mit einem zweiten Bauabschnitt, der im Norden des Landratsamtsgebäudes verwirklicht werden soll.

Etwa Ende 2017, Anfang 2018 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Dann sind auch die Modernisierungsmaßnahmen im großen Sitzungssaal im Erdgeschoss abgeschlossen, in dem sich der Kreistag regelmäßig trifft. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich künftig auch der kleine Sitzungssaal, in dem unter anderem die Ausschüsse zusammenkommen. Für hausinterne Fortbildungsmaßnahmen sollen darüber hinaus neue Schulungsräume entstehen.

Fortfahren möchte der Landrat auch mit der Strukturreform innerhalb des Hauses, die er bereits zu Amtsbeginn angekündigt hat. Das Ziel ist klar und wird von ihm auf einen kurzen Nenner gebracht: „Wir brauchen kürzere Bearbeitungszeiten und wollen noch mehr Fachkompetenz an den Tag legen.“ Bei der Verwirklichung des Ziels will Wolfgang Berthaler seine Mitarbeiter eng einbinden. Bereits für nächste Woche ist eine zweitägige Klausurtagung mit allen Abteilungsleitern im Haus geplant, bei der weitere Nägel mit Köpfen gemacht werden sollen. „Da werden wir intensiv darüber reden, wie wir uns neu aufstellen“, sagt Berthaler. Eine mögliche Sorge nimmt er seinen Mitarbeitern aber bereits im Vorfeld des Zusammentreffens. „Es geht nicht darum, Personal abzubauen.“

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