WAFFENDEBATTE IN DEN USA

Trump hat nicht viel Zeit

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Noch nie hat es in den USA derart geballte Proteste vor allem junger Menschen gegen die so einflussreiche Waffenlobby gegeben.

Und noch nie folgten dem kollektiven Aufschrei der Jugend nach dem Schulmassaker in Florida so schnell Konsequenzen – wie durch die Ankündigungen von Unternehmen, die keine Sondertarife mehr für Mitglieder der Waffen-Organisation NRA geben wollen. Das riecht ein bisschen nach Revolution. Für jene Volksvertreter, die es tatsächlich mit Verschärfungen des liberalen Waffenrechts ernst meinen, bietet das Rückenwind.

Kann Präsident Donald Trump seine störrische Partei überzeugen, dass es Veränderungen geben muss? Denn trotz seiner unseligen Fantasie von landesweit bewaffneten und speziell ausgebildeten Lehrern hat Trump durchblicken lassen, dass er nicht mehr am Status quo festhalten will. Wie ernst er dies meint und ob er die Fähigkeit hat, hier einen überparteilichen Konsens zu schaffen, müssen die kommenden Wochen zeigen. Denn in der Waffen-Frage gilt in den USA auch: Je mehr Zeit nach Massen-Tötungen vergeht, umso geringer sind die Chancen für Reformen. Zumal für den überwiegenden Teil der Waffenbesitzer Regulierungsversuche immer noch einem Eingriff in die persönliche Freiheit gleichkommen.

Friedemann Diederichs

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Politik@ovb.net

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