UMWELTVERSCHMUTZUNG DURCH PLASTIK

Steuer als Denkanstoß

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Plastiktüten, Aludosen, Einwegbesteck und Co: Gut 30 Kilo Plastikmüll produziert jeder Europäer pro Jahr.

Weniger als 30 Prozent davon werden wiederverwertet. Das ergibt alleine in Europa einen riesigen Müllberg, der über Umwege zu einem beträchtlichen Teil im Meer landet. Und anders als natürliche Materialien wie Baumwolle oder Pappe, die nach wenigen Monaten verrotten, ist Plastik, das im Meer schwimmt, nahezu unvergänglich. Über viele Jahre wird Kunststoff zu kleinsten Plastikteilchen zersetzt, die wiederum Tiere und Pflanzen schädigen. Bis eine Plastikflasche völlig zerfallen ist, dauert es 450 Jahre.

Die Fakten sind nicht neu. Die Notwendigkeit, der Plastikflut Einhalt zu gebieten, ist hinlänglich bekannt. Die Pläne der Europäischen Union, unter anderem eine Reihe von Plastikprodukten wie Besteck oder Trinkhalme zu verbieten, gehen in die richtige Richtung. Noch wirksamer wäre eine (zusätzliche) Plastiksteuer, die alle Plastikverpackungen verteuern würde. Bereits die kostenpflichtige Plastiktüte hat gezeigt: Spätestens wenn es an den Geldbeutel geht, findet ein Umdenken statt. Sowohl im Handel, der gerne Gemüse in Plastikschalen und Folie packt, als auch beim Verbraucher, der zu oft kopflos zugreift. Es gibt umweltfreundliche Alternativen. Auch das hat die Plastiktüte, die heute durch Jutebeutel, Mehrweg-Karton oder Körbchen ersetzt wird, gezeigt.

Manuela Dollinger

Sie erreichen die Autorin unter

Manuela.Dollinger@ovb.net

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare