AUSLANDSREISE 

Söder will Signal in Brüssel setzen

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München – Bei seiner ersten Auslandsreise als Ministerpräsident will Markus Söder (CSU) in der kommenden Woche in Brüssel ein Zeichen für die bayerische Eigenständigkeit setzen.

„Bayern ist proeuropäisch, aber wir wollen unsere Identität und Selbstständigkeit stärken“, sagte Söder in München.

Am kommenden Mittwoch will Söder, begleitet von allen Ministern und Staatssekretären, in die belgische Hauptstadt fliegen. Es wäre die erste Auslandsreise eines kompletten Kabinetts aus Bayern. Den Plan gab es zwar bereits früher, doch Söders Vorgänger Horst Seehofer (CSU) musste die Reise damals kurzfristig absagen. Das soll sich dieses Mal auf keinen Fall wiederholen, immerhin steht für den Donnerstagvormittag ein Treffen der Staatsregierung mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und im Anschluss ein Gespräch mit dem deutschen Kommissar Günther Oettinger (CDU) auf dem Programm. Am Mittwochabend soll zudem in der Bayerischen Vertretung wieder einmal ein Maibaum aufgestellt werden, die 18,88-Meter-Fichte stammt aus dem Landkreis Ebersberg.

Das Reiseziel Brüssel ist bewusst gewählt. Dort werde „über viele politische Fragen entschieden, die auch für Bayern von Bedeutung sind“, sagte Söder, der früher bereits Europaminister war. Gesprächsthemen gebe es genug, etwa zu Fragen der Zuwanderung – „also die Sicherung der EU-Außengrenzen“, sagte Söder. „Europa ist ein Kontinent der Freiheit, aber er muss auch Schutz und Sicherheit bieten.“  dpa/dor

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