DAS SAGEN DIETER WEDELS AUFTRAGGEBER

Das sagen Dieter Wedels Auftraggeber Kein Boykott bei ARD, ZDF und Sat.1

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Wedel-Nachfolger Joern Hinkel. dpa

Kein Boykott bei ARD, ZDF und Sat.1. Dieter Wedel hat vor allem mit den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern ARD („Die Familie Semmeling“, „Wilder Westen inclusive“, „Gier“) und ZDF („Der große Bellheim“, „Die Affäre Semmeling“, „Papa und Mama“) gearbeitet, außerdem mit Sat.1 („Der König von St. Pauli“).

Einen Boykott der Filme und Serien des 75-Jährigen will aktuell keiner der Sender ausrufen. Auf Nachfrage unserer Zeitung heißt es von allen Anstalten lediglich, dass derzeit keine Wedel-Produktionen in der Planung seien.

Bad Hersfeld: Wedel fliegt aus Programm

Die Bad Hersfelder Festspiele haben das geplante Eröffnungsstück „Das Karlos-Komplott“ des zurückgetretenen Intendanten Dieter Wedel aus dem Programm genommen. „Das Stück hätte nach all den Ereignissen der letzten Wochen wohl kaum die Chance einer objektiven und rein künstlerischen Betrachtung“, sagt der bisherige Stellvertreter Wedels und neue Intendant Joern Hinkel am Montag. Es habe nichts damit zu tun, dass man Wedels Arbeit nicht mehr wertschätze, sagt Hinkel und fügt hinzu: „Ein Wedel ohne Wedel ist eigentlich nicht machbar.“ Der Bernrieder (Kreis Weilheim-Schongau) sei seinem einstigen Lehrmeister dankbar, dass dieser ihn bestärkt habe, in seine Fußstapfen zu treten. Am 22. Januar hatte Wedel seinen Rücktritt als Chef der Festspiele verkündet, denen er in vergangenen Jahren zu großen Erfolgen mit Zuschauer-Rekorden, Glamour und viel medialer Aufmerksamkeit verholfen hatte. Die Festspiele wollten am Montag vor allem das Zeichen setzen: keine Panik, es geht geordnet weiter. Über Wedel wird nur zu Beginn der Pressekonferenz gesprochen – mit großer Dankbarkeit für die geleistete Arbeit seit seiner Amtsübernahme im Herbst 2014.

Für „Das Karlos-Komplott“ nach Friedrich Schiller schrieb Wedel das Buch und sollte auch Regie führen. Die Freilicht-Festspiele sollen nun am 6. Juli mit „Peer Gynt“ von Henrik Ibsen eröffnet werden. Wer die Premiere inszenieren wird, ist derzeit noch unklar.

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare