NEUER STREIFENDIENST IN MÜNCHEN

Prävention statt Pistole

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München bekommt keine neuen schwarzen Sheriffs – und das ist gut so.

Der Streifendienst, der in der Stadt von Montag an im Bahnhofsviertel patrouilliert, ist ein guter Kompromiss. Er soll nicht martialisch, sondern besonnen auftreten. Lange war diskutiert worden, ob München – selbst von der Polizei als sicherste Großstadt Deutschlands – betitelt, überhaupt derartige Aufpasser braucht. Die Beschwerden von Anliegern über Drogen, Gewalt und Prostitution haben die Stadt zu dem Schritt bewogen. Es ist ein sinnvolles Signal, dass die Sorgen der Bürger ernst genommen werden.

Aber es ist auch sinnvoll, dass die Streifenkräfte nicht mit einer Schusswaffe ausgestattet werden. Getreu dem Motto: Prävention statt Pistole, Kommunikation statt Konfrontation. Der ehemalige Vize-Fraktionschef der CSU im Stadtrat und jetzige Bundestagsabgeordnete, Michael Kuffer, hatte Waffen gefordert. Weil der Außendienst kein zahnloser Tiger sein solle. Aber das wäre eine gefährliche Eskalationsstufe gewesen. Man stelle sich vor, im nächtlichen Treiben an der hochfrequentierten Sonnenstraße würde einem Bediensteten die Waffe entwendet – nicht auszudenken.

Klaus Vick

Sie erreichen den Autor unter

Klaus.Vick@ovb.net

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