DONALD TRUMP UND DIE MEDIEN

Perfide Taktik

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Am Sonntag hat US-Präsident Donald Trump – der sich stets so bitterlich über die „Fake news“-Medien beschwert und diese jetzt sogar zum „Volksfeind“ deklariert hat – eine weitere Feststellung getroffen.

Sie lautet: Er habe die höchsten Umfragewerte in der Geschichte der Republikaner, Abraham Lincoln eingeschlossen. Trump sendete damit erneut eine unrichtige Botschaft aus. Denn Meinungsumfragen zu Präsidenten und zu Wahlen gibt es in den USA erst seit 1936. Doch Trump, der nach Zählung von US-Medien seit Amtsantritt mehr als 3000 Lügen offiziell verbreitet hat, stört dies nicht.

Dass deshalb jetzt auch der „New York Times“-Herausgeber vor Trumps Medienhetze warnte und diese als gefährlich und spalterisch einstufte, kann nicht verwundern. Denn der Modus Operandi des Präsidenten ist leicht durchschaubar: Er bezichtigt Journalisten bei unbequemen Fakten so lange der Unwahrheit, bis dies bei der oft unkritischen Stamm-Klientel verfängt. Dass damit einer der Grundpfeiler des freien gesellschaftlichen Systems untergraben wird, stört Trump nicht. Der US-Präsident hat sich sich mit dieser perfiden Taktik in die Riege der aktiven Un-Demokraten wie Wladimir Putin eingereiht, der die Lüge – siehe den Krim-Landraub oder den Abschuss der Malaysia Airlines-Boeing – als politische Waffe perfektioniert hat.

Friedemann Diederichs

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Politik@ovb.net

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