Luft nach oben

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Landtags-Grüne vor Halbzeitbilanz. Es war so etwas wie ein halber Neuanfang: Keine Fraktion wurde bei der Landtagswahl 2013 so durcheinandergeschüttelt wie die der Grünen.

Zum Teil unnötig und selbst verschuldet, weil man Leistungsträger wie Fraktionschef Martin Runge oder die Landesvorsitzende Theresa Schopper auf fast aussichtslose Plätze setzte. Zum Teil aber auch durch den grünen Wähler, der offensichtlich lieber Ökobauern als Juristen im Parlament haben möchte – selbst wenn sie auf den hintersten Plätzen kandidieren.

Diese Umwälzungen muss man wohl berücksichtigen, wenn man demnächst eine eher durchwachsene Halbzeitbilanz im durchaus selbstkritischen grünen Lager zieht. Denn sogar in einer insgesamt furchtbar müden Opposition ragte die Partei in der ersten Hälfte der Legislaturperiode nur selten heraus. Das war – man erinnere an das Schlagwort „Premiumopposition“ zu Zeiten einer Emma Kellner – schon einmal besser. Die Ökopartei sollte sich da von den guten Umfragewerten nicht blenden lassen.

Aber es gibt Hoffnungszeichen: Unter den Neuen finden sich mit dem versierten Energiepolitiker Martin Stümpfig und vor allem der umtriebigen Katharina Schulze durchaus Hoffnungsträger. Die erst 30-jährige Schulze braucht noch etwas, um sich zu entwickeln. Aber vieles spricht dafür, dass sie als Nachfolgerin von Margarete Bause der Partei einmal neuen Schwung verleihen wird.

Mike Schier

Sie erreichen den Autor unter

Mike.Schier@ovb.net

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare