ÖSTERREICH FÜHRT RAUCHVERBOT IM AUTO EIN

Kindeswohl hat Priorität

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In Österreich gilt ab 1. Mai ein Rauchverbot im Auto, wenn Minderjährige mitfahren.

Das ist absolut richtig! Kinder und Jugendliche müssen vor den massiven Gesundheitsgefahren des Passivrauchens geschützt werden. Deutschland sollte schnellstmöglich mit einem eigenen Gesetz nachziehen – und bei Verstößen genauso hohe Bußgelder verhängen, nämlich bis zu 1000 Euro. Denn beim Rauchen geht es nicht um kleine Verfehlungen, sondern um eine handfeste Verletzung des Kindeswohls.

Es gehört zur traurigen Wahrheit, dass hierzulande einige Erwachsene ordnungspolitische Vorgaben brauchen, um ihre elterlichen Pflichten zu erfüllen. Immerhin ist die Giftstoffbelastung durchs Rauchen in einem Auto teils fünfmal so hoch wie in einer Raucherkneipe – sogar bei leicht geöffnetem Fenster. Das haben Messungen des Deutschen Krebszentrums ergeben.

Bundestagsabgeordnete von Union und SPD planen nun ein Rauchverbot nach österreichischem Vorbild. Ein guter Vorsatz, der möglichst schnell umgesetzt werden muss – und das ohne Wenn und Aber. Das gern zitierte Argument, mit einem solchen Gesetz würden die Persönlichkeitsrechte von Rauchern beschnitten, zieht hier nicht. Denn es geht um weitaus mehr. Nämlich das höchste Gut: die Gesundheit. Oder, noch konkreter: die Gesundheit von schutzbedürftigen Kindern.

Barbara Nazarewska

Sie erreichen die Autorin unter

Barbara.Nazarewska@ovb.net

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