TRUMP UND KIM ARBEITEN HINTER DEN KULISSEN AN EINEM TREFFEN

Gibt es doch einen Gipfel?

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Abe und Trump wollen sich bald wieder treffen. Foto: afp

Washington/Seoul – Zwei Wochen vor ihrem möglichen Gipfel bemühen sich die USA und Nordkorea intensiv um einen Durchbruch in ihren Vorbereitungen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schickte einen engen Berater zu Gesprächen in die USA. Der hohe Parteifunktionär und frühere Geheimdienstchef Kim Yong Chol war am Dienstag auf dem Weg nach New York, bestätigte US-Präsident Donald Trump. Er gab sich ungebrochen optimistisch, dass ein Gipfel zustande kommen kann.

Trump hatte einen geplanten Gipfel mit Kim am vergangenen Donnerstag abrupt abgesagt. Direkt danach wurden die Vorbereitungen aber wieder in Gang gesetzt. Nach wie vor steht der vorgesehene 12. Juni in Singapur im Raum.

Die USA hoffen, Nordkorea dazu bewegen zu können, sein Atomprogramm komplett abzubauen. Nordkorea will aus der internationalen Isolation heraus, um über Außenhandel und Investitionen das Land entwickeln zu können. Dafür muss es die von den USA durchgesetzten harten Wirtschaftssanktionen abschütteln. Pjöngjang, das Washington eine feindselige Politik vorwirft, verfügt nach eigenen Angaben über Atomraketen, die das US-Festland erreichen können.

Vor einem Gipfel mit Kim Jong Un will Trump den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe treffen. Beide Seiten bekräftigten nach Angaben des Weißen Hauses bei einem Telefonat ihr gemeinsames Ziel. Es besteht in der vollständigen und dauerhaften Demontage von Nordkoreas Atom-, Chemie- und biologischen Waffen sowie des Raketenprogramms. Der renommierte Nordkorea- und Atomwaffenexperte Siegfried Hecker warnte jedoch vor unrealistischen Zielen seitens der US-Regierung. Eine atomare Abrüstung werde sich über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren erstrecken.

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