FLEXIBLE ARBEITSZEITEN

Feierabend war einmal

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Der Trend zu flexiblen Arbeitszeiten muss von Regeln flankiert werden, die eine krankmachende Dauereinsatzbereitschaft verhindern.

Der bisher recht strenge Rahmen für maximale Arbeits- und Mindestruhezeiten bildet vielfach nicht mehr die betrieblichen Notwendigkeiten ab, zum Beispiel, wenn Kunden in einer anderen Zeitzone zuhause sind. Das rechtfertigt aber nicht Versuche, die Schutzregeln weitgehend abzubauen, wie es manche Arbeitgeber gerne hätten. Der Blick in die Statistiken der Krankenkassen zeigt, dass psychische Krankheiten stark zugenommen haben. Diese werden unter anderem durch eine ständige berufliche Belastung begünstigt. Die Arbeitszeiten spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Zumindest in den Betrieben ohne Tarifbindung müssen daher allgemeingültige Schutzregeln gelten.

Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeiten bringt andererseits auch große Chancen für ein besseres Leben mit sich, wenn sie auch die individuellen Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigen. Junge Familien zum Beispiel brauchen phasenweise mehr Zeit für die Kinderbetreuung. Gesucht wird folglich der Interessenausgleich zwischen dem Arbeitgeber, der seine Leute möglichst effizient einsetzen will und dem Arbeitnehmer, der Arbeits- und Privatleben unter einen Hut bringen muss.

Wolfgang Mulke

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Wirtschaft@ovb.net

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