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Europa warnt Trump

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Donald Trumpsieht die USA von der EU unfair behandelt

Brüssel will auf einseitige US-Handelshemmnisse rasch reagieren

Brüssel – Die EU-Kommission hat die Vereinigten Staaten vor der Verhängung einseitiger Handelshemmnisse gewarnt. „Die EU ist bereit, rasch und angemessen zu reagieren, falls unsere Exporte von restriktiven Handelsmaßnahmen der USA beeinträchtigt werden sollten“, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde gestern. „Wir sind zudem überzeugt, dass Handel fair und offen, aber auch regelbasiert sein muss.“ US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die EU vor negativen Folgen ihrer seiner Meinung nach „unfairen“ Handelspolitik gewarnt.

„Für uns ist Handelspolitik kein Nullsummenspiel, es geht nicht um Sieger und Verlierer“, sagte der EU-Kommissionssprecher weiter. „Wir hier in der EU glauben, dass Handel „win-win“ sein kann und sollte.“ In Handelsfragen verhandelt die EU-Kommission in der Regel für die 28 EU-Staaten.

Die USA sind mit Abstand der wichtigste Handelspartner der EU. Die EU-Warenexporte dorthin lagen 2016 bei 362 Milliarden Euro. Die Warenimporte aus den USA beliefen sich im gleichen Zeitraum auf rund 247 Milliarden Euro. „Wir können unsere Produkte da nicht reinbekommen“, sagte Trump in einem Interview mit Blick auf die EU. „Und trotzdem schicken sie ihre Produkte zu uns – keine Steuern, sehr wenige Steuern. Es ist sehr unfair.“ Zwar sei die EU nicht der einzige Wirtschaftsraum, der so vorgehe. „Aber die Europäische Union war sehr, sehr unfair zu den Vereinigten Staaten.“ Trump schien dabei anzudeuten, dass er zu einer Auseinandersetzung in Handelsfragen mit der EU bereit sei: „Ich hatte viele Probleme mit der Europäischen Union, und das könnte sich zu etwas sehr Großem auswachsen unter diesem Gesichtspunkt – dem Handelsgesichtspunkt.“ Was genau er damit meine, sagte der US-Präsident nicht.

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