Endlich

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7500 Soldaten gegen Boko Haram in Nigeria. Der Kampf gegen die Terrorgruppe Boko Haram in Mali hat es gelehrt: Man kann die brutalen Islamisten nur schwer besiegen.

Dazu sind sie zu tief in der Bevölkerung verankert, was ihnen das Untertauchen erleichtert. Wer ihnen die Basis entziehen will, muss die Sahara-Region wirtschaftlich aufbauen, doch das geht nur langsam und langfristig. Was derzeit bleibt, sind leider nur der Kampf und die Hoffnung, die mordenden Banden aus den Städten und Orten vertreiben und diese schützen zu können. Doch selbst dazu ist ein immenser Aufwand erforderlich.

Die 7500 Mann, mit denen die Länder der Afrikanischen Union nun gegen die blutige Islamisten-Gewalt in Nigeria vorgehen wollen, sind nicht mehr als der berühmte Tropfen auf einem heißen Stein. Am wichtigsten aber ist, dass sich die AU endlich dazu durchgerungen hat, sich einer tödlichen Gefahr auch selbst entgegenzustemmen.

Was die Europäer aber nicht aus ihrer Verantwortung entlässt. Sie werden sich – wie in Mali – an diesem Kampf beteiligen müssen. Nigeria ist nur eine von vielen Stationen der Mörder im Namen Allahs. Der Preis eines europäischen Eingreifens ist hoch. Und dennoch klein im Vergleich zu dem, was Nigeria und anderen Ländern sowie den in den betroffenen Regionen lebenden Menschen, darunter viele Christen, droht, wenn die Radikalen siegen.

Werner Menner

Sie erreichen den Autor unter

Werner.Menner@ovb.net

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