„Die Bundeswehr ist überlastet“

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Wehrbeauftragter beklagt Personalengpässe – Sexuelle Übergriffe Berlin – Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hält die Bundeswehr durch die Auslandseinsätze und die laufende Strukturreform für überlastet.

Bei der Vorstellung seines Jahresberichts beklagte er Personalengpässe und einen über die Jahre angewachsenen Investitionsstau bei Infrastruktur, Ausstattung und Bewaffnung der Streitkräfte. „In vielen Bereichen ist die Grenze der Belastbarkeit erreicht, vielfach sogar überschritten“, erklärte Königshaus. Er begrüßte die Offensive von Verteidigungsminister Ursula von der Leyen (CDU) für eine familienfreundliche Bundeswehr, verlangte aber zusätzliche Haushaltsmittel dafür.

Der Wehrbeauftragte des Bundestags gilt als „Anwalt der Soldaten“ und berichtet dem Parlament einmal im Jahr über Missstände in den Streitkräften. 2013 ist die Zahl der Beschwerden aus der Truppe bei ihm, gemessen an der Zahl der Soldaten, auf den höchsten Stand seit Beginn der Erfassung 1959 gestiegen. Auf 1000 Soldaten kamen 28 Beschwerden und damit rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt gab es 5095 Beschwerden.

Besorgt zeigte sich der Wehrbeauftragte über sexuelle Belästigungen bei der Bundeswehr. 2013 wurden 64 Verdachtsfälle sexueller Belästigung bei der Bundeswehr registriert. Im Vorjahr waren es 50 Fälle. Königshaus beklagt, dass sich viele Frauen nicht trauten, Übergriffe zu melden.

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