KRITIK AUS MOSKAU

Ärger über Kreml-Liste

  • schließen
  • Weitere
    schließen

US-Regierung veröffentlicht über 200 Namen. Moskau – Die US-Regierung hat ranghohe russische Politiker und kremlnahe Geschäftsleute auf eine umstrittene Liste gesetzt und damit massive Kritik in Moskau ausgelöst.

Präsident Wladimir Putin bezeichnete das Dokument als „unfreundlichen Akt“, der die ohnehin komplizierten Beziehungen zu den USA weiter erschwere. „Natürlich schadet die Liste den internationalen Beziehungen als Ganzes“, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge am Dienstag in Moskau. Sein Sprecher Dmitri Peskow sagte: „De facto wurden wir alle Feinde der USA genannt.“ Russische Politiker gehen davon aus, dass das Dokument als Grundlage für Sanktionen dienen könnte.

Das US-Finanzministerium hatte zuvor eine Liste veröffentlicht, in der mehr als 200 ranghohe russische Politiker und Geschäftsleute mit engen Verbindungen zum Kreml genannt werden. Unter anderem werden darin Regierungschef Dmitri Medwedew, Außenminister Sergej Lawrow, Rosneft-Chef Igor Setschin und der Gazprom-Vorstandsvorsitzende Alexej Miller aufgeführt.

Die US-Regierung folgte einem Sanktionsgesetz, das der Kongress im Sommer 2017 verabschiedet hatte, und forderte eine derartige Liste an. Es war eine Reaktion auf die Moskau zur Last gelegte Beeinflussung der US-Wahl und die Einflussnahme im Krieg in der Ostukraine.

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare