Zweithöchste Ehrung für den ehemaligen dritten Bürgermeister

Bei der Ehrung: Zweite Bürgermeisterin Gabi Herian, Sonja Trautmannsberger, der Geehrte Willi Trautmannsberger und Bürgermeister Josef Grundner (von links). Stettner

Über 29 Jahre war Willi Trautmannsberger dritter Bürgermeister. Nach 35 Jahren als engagiertes Mitglied des Gemeinderates hat Willi Trautmannsberger aus gesundheitlichen Gründen das Gremium im April verlassen. Jetzt hat die Gemeinde die Verdienste von Willi Trautmannsberger gewürdigt.

Ampfing – „Du warst Ottmar Wimmer und auch mir“, so der amtierende Bürgermeister Josef Grundner, „eine große Stütze und ein guter Ratgeber. Dass du dein Amt als dritter Bürgermeister vorzeitig niedergelegt hast, ist ein schmerzhafter Verlust für uns“, so das Gemeindeoberhaupt in seiner Laudatio. Die stets pragmatische und vernünftige Sichtweise der Dinge, die zielorientierte Herangehensweise, das allzeit kollegiale Verhalten, das Gespür für ein gutes überparteiliches Miteinander und seine offene Art, zeichneten Willi Trautmannsberger aus. „Deine Schaffenskraft und dein Engagement sind in unserem Ort vielfach sichtbar“, so Josef Grundner weiter. Dazu hob er einige Projekte hervor, die Willi Trautmannsberger am Herzen liegen, wie etwa die Ersatzbrücke zur steinernen Brücke, die Bahnunterführung. Zuletzt gab er den Anstoß, dass das Kriegerdenkmal renoviert wird. Im Frühjahr werden hier die Arbeiten starten. „In den Jahren, die du dem Gremium angehörtest, waren es sicherlich über 100 Projekte, die mit deiner Unterstützung und deinem Zutun ein gutes Ende gefunden haben. Du warst Dir trotz der vielen Arbeit nie zu schade, den Bürgern richtig zuzuhören, ihre Sorgen aufzunehmen und entsprechend im Gremium vorzubringen“.

Lobend sei auch das jahrelange ehrenamtliche Wirken abseits der Politik zu erwähnen. So war Willi Trautmansberger einer der drei ersten Jugendwarte der Feuerwehr Ampfing. Auch damals war er schon ein Verfechter, junge Leute mit ins Boot zu nehmen und somit die Zukunft der Vereine und Organisationen zu sichern. Bei vielen Wahlen fungierte Willi Trautmannsberger als Wahlvorstand. „Wo du Wahlvorstand warst, wollten alle hin, denn die Versorgung“, so Grundner augenzwinkernd, „war mehr als gesichert. Auch bei den Sitzungen und den Gemeinderatsausflügen wurden die Teilnehmer stets mit süßen Köstlichkeiten, versorgt“.

Trautmannsbergers Verdienste um die Gemeinde Ampfing und das Gemeinwohl haben ihm bereits einige Auszeichnungen eingebracht. So bekam er 2002 die „Kommunale Dankurkunde“ und 2014 den Ehrenteller der Gemeinde Ampfing. „Heute ist es mir eine Ehre“, so Bürgermeister Josef Grundner, „dir die zweitgrößte Ehre der Gemeinde Ampfing zu überreichen: die Bronzeplastik von Seyfried Schweppermann. Gerührt übernahm Willi Trautmannsberger die Ehrung und hob die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat hervor. stn

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