Der zweite Tod des Urelefanten

Mühldorfer Stadtrat lehnt Bau eines Erlbnispfads zusammen mit Waldkraiburg ab

Mühldorf – Nach dem Stadtrat Waldkraiburg hat sich auch Mühldorf gegen den Bau eines Erlebnispfads zum Urelefanten bei Ebing ausgesprochen. Viel zu teuer, das war die einhellige Meinung. Der Erlebnispfad hätte das erste Vorhaben des gemeinsamen Oberzentrums Mühldorf/Waldkraiburg sein sollen.

Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD), bisher starke Befürworterin eines Informationspfads, sprach sich gegen die Planung aus, weil Waldkraiburg bereits die Co-Finanzierung ausgeschlossen hatte. Außerdem befinde sich das Gelände auf Waldkraiburger Stadtgebiet, sagte sie, damit könne Mühldorf nichts machen.

Die bisherigen Kosten für die Planungen bezifferte sie auf 14 000 Euro, die sich die beiden Städte teilen. Insgesamt hätte der Bau des Erlebnispfads einschließlich Zufahrt und Parkplätzen 720 000 Euro Kosten sollen.

Reinhard Wanka (UWG) kritisierte, dass die ursprünglich kleineren Pläne durch das Planungsbüro in die Höhe getrieben worden seien. Die vorgesehene Rodung eines Parkplatzes für Autos und Busse nannte er widersinnig. Er schlug vor, im Kreismuseum stärker über den Urelefanten zu informieren.

Dr. Georg Gafus (Grüne) schlug eine Umsetzung bei Ecksberg um, wo es bereits eine Verkehrsinfrastruktur gebe. Karin Zieglgänsberger (FM) nannte den Waldpfad auf der Südseite des Inns am Sauloch als möglichen Ort für einen Ebi-Infopfad.

Franz Essl (UWG) schlug vor, am Fundort einen Plastikelefanten aufzustellen, der von der gegenüberliegenden Seite mit einem fest installierten Fernglas aus betrachtet werden könne. hon

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