Zwei, die sich nicht unterkriegen lassen: Marianne und Martin Wieser feiern Diamantene!

Seit 60 Jahren verheiratet: Marianne und Martin Wieser. Gefeiert wurde beim Saftl-Wirt in Altmühldorf.
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Seit 60 Jahren verheiratet: Marianne und Martin Wieser. Gefeiert wurde beim Saftl-Wirt in Altmühldorf.

Altmühldorf Jubelpaar hat in 60 Jahren Ehe viel Freud und Leid ertragen: Gefunkt hat es seinerzeit beim Feuerwehrball beim Braun-Wirt

Von Josef Enzinger

Mühldorf – Nein, da muss der Wieser Martin nicht lange nachdenken, wenn es darum geht, von der ersten Begegnung mit seiner Marianne zu erzählen. Verschmitzt blickt er hinüber zu seiner Ehefrau, lächelt sie an, und verrät: „Beim Braun-Wirt war es. Am Feuerwehrball 1958 hat es gefunkt!“ Er, der fesche Altmühldorfer, wo er am 11. Februar 1935 geboren wurde. Und sie, das Fräulein aus Neumarkt-St. Veit, wo sie am 24. April 1937 auf die Welt gekommen ist. 21 Jahre später, beim Braun-Wirt konnte sie sich dem Charme von Martin Wieser nicht entziehen, zwei Jahre später wurde Hochzeit gefeiert. In Altmühldorf.

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Pfarrer Otto Gastager traute sie in St. Laurentius, der Bürgermeister der damalig noch selbstständigen Gemeinde Altmühldorf, Jakob Oberniedermaier hatte die standesamtliche Traunung vollzogen. 60 Jahre ist das her. Seitdem haben die Wiesers, die seit 1973 Heim im Altmühldorfer Tal bewohnen, alle Höhen und Tiefen, die ein Eheleben mit sich bringt, geteilt. Stets haben sie auf sich geachtet, um jetzt die Diamantene Hochzeit zu feiern.

Beim Feuerwehrball hat es gefunkt

Martin Wieser ist ein bodenständiger Altmühldorfer, er besuchte die Volksschule in Mühldorf, arbeitete nach Vollendung der Schulpflicht zunächst beim Bauern, bevor er eine Maurerlehre bei der Firma Palitza antrat, nach elf Jahren wechselte er in den Betrieb von Peter Bichlmaier. Ab 1966 war er im Baugeschäft von Bruno Starke beschäftigt bis zum Errechen des Rentenalters, 1995 war das der Fall.

Mit viel Fleiß das Eigenheim erbeut

Seine Marianne kam in Neumarkt-St. Veit auf die Welt, besuchte dort die Schule und verdiente sich ihr tägliches Brot als Näherin, später im Krankenhaus, „als Stationsmädel“, wie sie heute sagt. Nach ihrer Hochzeit bewohnten die beiden erst einmal ein Haus am Schermer Weg in Neumarkt-St. Veit, 1971 begann Martin Wieser dann mit dem Bau seines Eigenheimes in Altmühldorf, wo sie 1973 eingezogen sind.

Drei Urenkel sind der größte Stolz

Sohn Martin war da schon auf der Welt. Am 7. April 1962 hatte er das Licht der Welt erblickt. Zwei Enkel, Markus und Franziska wurden geboren, drei Urenkel sind der größte Stolz der beiden Jubilare, „drei Buam, vier, acht und elf Jahre alt“, erzählt Martin Wieser, der zusammen mit seiner Marianne und Schwiegertochter Regina im Januar dieses Jahres einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen wusste, als Sohn Martin mit erst 57 Jahren verstarb.

Seit 1995 kümmert sich Martin Wieser um seine Marianne, die nach einer Gehirnblutung im Januar 1995 in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt ist.

Ehrenmitglied bei der Blaskapelle

Beide waren stets engagierte Vereinsmenschen. Nicht nur beim Technisches Hilfswerk oder bei der Altmühldorfer Feuerwehr. Vor allem die Blaskapelle war die Leidenschaft von Martin Wieser. Als Kleiderwart war er 52 Jahre lang dafür verantwortlich, dass die Musiker stets gut angezogen ihre Auftritte meisterten. Dieses Engagement würdigte die Blaskapelle schon vor einigen Jahren mit der Ernennung Wiesers zum Ehrenmitglied.

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