Zwei Menschen sterben bei Motorradunfall – Ursache bleibt auch vor Gericht unklar

Eine Gerichts-Verhandlung kann den Hergang eines Unfalls bei Taufkirchen im Landkreis Mühldorf zwar nicht klären. Die Angehörigen der beiden verstorbenen Opfer können sich aber auf einen Vergleich einigen.

Traunstein – Ein Verkehrsunfall am 21. August 2015 zwischen Taufkirchen und Peterskirchen mit der Kollision zweier Motorräder, zwei Todesopfern und einer schwerverletzten Sozia hat jetzt juristisch ein Ende. Die Eltern des 18-Jährigen Todesopfers schlossen mit der Familie des ebenfalls verstorbenen 57-Jährigen und dessen Versicherung vor dem Landgericht Traunstein einen Vergleich zu Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Lesen Sie auch: Trauerkorso für verunglückten Dennis

Damit könnten alle Beteiligten „endlich zur Ruhe kommen“, wie es Vorsitzender Richter Stefan Bartel den Parteien am letzten Verhandlungstag wünschte. Der Rechtsstreit hatte sich über mehr als zwei Jahre erstreckt. Das Ziel, den Hergang des Unfalls und die Schuldfrage zu klären, blieb den Eltern des verstorbenen 18-Jährigen allerdings versagt. Den Ausschlag gab ein unfallanalythisches Gutachten. Ein Sachverständiger war zu dem Ergebnis gelangt, weder das genaue Geschehen noch die Unfallursachen könnten im Nachhinein ermittelt werden.

Beide Motorradfahrer stoßen zusammen, wer Schuld hat, ist nicht klar

Der Auszubildende mit seiner gleichaltrigen Sozia und vier Biker-Freunde waren damals auf einer Spritztour Richtung Trostberg. zwischen Taufkirchen und Peterskirchen kam dem 18-Jährigen der 57-jährige Chopperfahrer entgegen. Aus letztlich ungeklärter Ursache stießen der 18-Jährige und der 57-Jährige mit ihren Motorrädern in der Fahrbahnmitte frontal zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls erlag der 57-Jährige seinen Verletzungen noch am Unfallort. Der 18-Jährige und seine Sozia wurden schwerstverletzt mit Rettungshubschraubern in Kliniken gebracht. Der junge Kradfahrer verstarb zwei Tage später im Kreisklinikum Traunstein. Die Schülerin, inzwischen 22 Jahre alt, leidet bis heute unter den physischen wie psychischen Folgen des traumatischen Erlebnisses.

+++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

Die Siebte Strafkammer hatte einen Vergleich zwischen den Eltern des 18-Jährigen und der Familie des 57-Jährigen angeregt. Der von den Beklagten zu zahlende Ausgleich für Schadensersatz und Schmerzensgeld sollte 13 500 Euro betragen. Die Eltern zeigten sich sofort einverstanden. Die Familie und die Versicherung des 57-Jährigen haben vor Ablauf der Frist mitgeteilt, dass auch sie den Vergleich akzeptieren kd

Kommentare