In zwei Jahren Kinderzahl verdoppelt: Kita-Notstand in Rattenkirchen

Die aktuelle Vorentwurfsplanung vermittelt einen Eindruck, wie der neue Kindergarten samt Krippe in Rattenkirchen aussehen könnte. Gemeinde/Büro Maisch

Die Zeit drängt. Der Neubau eines katholischen Kindergartens mit Krippe, für den sich die Gemeinde schon 2016 entschieden hat, muss endlich umgesetzt werden. Die Zahl der Kinder im Betreuungsalter ist zuletzt deutlich gestiegen. Das zeigte Bürgermeister Rainer Greilmeier in der Bürgerversammlung auf.

Rattenkirchen – Bürgermeister Rainer Greilmeier wird sich 2020 erwartungsgemäß für eine zweite Amtsperiode bewerben. Darüber informierte er die Bevölkerung in der Bürgerversammlung im Bürgerhaus „Mei Wirt“ in Rattenkirchen.

In zwei Jahren von 19 auf 38 Kinder

Greilmeier sprach in dieser Versammlung ein Thema an, das zur Zeit in Rattenkirchen eine große Rolle spielt: die Betreuung der Kinder in Kindergarten und ähnlichen Einrichtungen. Das liegt daran, dass die Zahl der Rattenkirchner Kinder, die im entsprechenden Alter sind, sich innerhalb der vergangenen zwei Jahre von 19 auf 38 verdoppelt haben. Just am Nachmittag vor der Bürgerversammlung kam noch ein Kind auf die Welt, sodass Greilmeier seine Präsentation sozusagen live verbessern musste. Seit der Bürgerversammlung im Vorjahr gab es 15 Geburten.

Bestehende Kita zu hundert Prozent ausgelastet

Den Kindergarten Sankt Anna in Rattenkirchen besuchen derzeit 25 Kinder. Er ist zu hundert Prozent ausgelastet. Geleitet wird er von Gabriele Oberloher, die auch in die Planung des neuen Kindergartens und der Kinderkrippe eingebunden ist.

Die ist längst beschlossene Sache. Schon 2016 hatte sich die Gemeinde für einen Neubau entschieden. Dieser sollte eigentlich 2021 bezugsfertig sein. Der aktuelle Terminplan sieht aber vor, dass 2021 erst die Ausführungsplanung abgeschlossen sein soll. Man müsse also mittlerweile froh sein, wenn der Neubau 2023 bezogen werden kann, so Greilmeier. Bauherr ist die katholische Pfarrkirchenstiftung, der der Bürgermeister noch einmal zu verdeutlichen versucht hat, dass das Bauvorhaben eilt. Das teilte er in der Bürgerversammlung mit. Nach diesem Gespräch hofft er auf einen früheren Baubeginn.

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Greilmeier lobte die Zusammenarbeit mit der Kindergartenleitung und der Vertretung des Trägers und insbesondere auch den Vorstand des Fördervereins. Dieser unterstützt sowohl den Kindergarten mit neuen Geräten und Spielsachen, als auch Eltern, bei denen es finanzielle Engpässe gibt.

Die Gemeinde bekommt für die Kinderbetreuung Zuweisungen von Land und Bund in Höhe von aktuell knapp 118 000 Euro pro Jahr. Die Ausgaben betragen insgesamt knapp 203 000 Euro, sodass die Gemeinde etwa 85 000 Euro für Kindertageseinrichtungen ausgibt.

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Mit elf Sterbefällen, 57 Wegzügen und 54 Zuzügen hat Rattenkirchen derzeit eine Gesamteinwohnerzahl von 1001 Einwohnern.

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