Zuschuss für Führerscheine der Feuerwehrler

Polling – Wegen der bevorstehenden Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für die Feuerwehr Polling, hat Kommandant Manuel Liegl beim Gemeinderat die Übernahme der Führerscheinkosten für aktiv Dienstleistende beantragt.

Gemäß seinem Antrag sollen in den Jahren 2020/2021 je zwei Führerscheine bezuschusst werden, in den Folgejahren 2022/2023 je einer.

Der Bedarf ergibt sich aus dem für die Gemeinde Polling erstellten Feuerwehrkonzept, das bei der Neuanschaffung einen 16-Tonner vorsieht, sodass künftig für beide Fahrzeuge ein Lastwagen-Führerschein notwendig ist, wie Bürgermeister Lorenz Kronberger (CSU) und Gemeinderat Robert Wimmer (FW), der auch Vorsitzender der Feuerwehr Polling ist, erklärten.

2000 Europro Schein

Der sogenannte „Feuerwehrführerschein“, der Auto-Führerscheinbesitzern das Führen von Fahrzeugen bis 7,5 Tonnen erlaubt, könne hier nicht angewandt werden, erklärte Robert Wimmer auf Anfrage von Thomas Jobst (CSU).

In der anschließenden Diskussion wurde der von verschiedenen Räten ins Gespräch gebrachte „Verpflichtung“ auf zehn Jahre Dienstzeit, in denen der Zuschuss zu je einem Zehntel pro Jahr „erarbeitet“ würde, eine Absage erteilt. Denn, so Bürgermeister Kronberger: „Wenn wir das festschreiben, dann müssen wir dies auch mit aller Konsequenz umsetzen. Das ginge bis hin zur Lohnpfändung, und das will hier sicher keiner. Schließlich sind das alles ehrenamtliche Feuerwehrleute, die sich zum Wohle und zum Schutz der Bürger einsetzen.“ Zudem sei er überzeugt, dass hier die infrage kommenden Personen seitens der Kommandanten mit Sorgfalt ausgesucht würden. Kronberger schlug, gemäß der eingangs erwähnten Anzahl, einen Zuschuss von je 2000 Euro pro Führerschein vor. Für Ludwig Mollner (FW) zu wenig: „Die Leute machen das schließlich in ihrer Freizeit, müssen dafür auch lernen. Mir ist das zu wenig“. Der Vorschlag des Bürgermeisters wurde mit einer Gegenstimme angenommen. wag

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