Zurück in die Klassenzimmer: So lief der „erste Schultag“ in Obertaufkirchen

Die erste Klasseder Grundschule Obertaufkirchen mit ihrer Lehrerin Christina Zwirner. Sutherland

Nach der Corona-Zwangsschließung: So verlief der der erste Schultag für die Erstklässler an der Grundschule Obertaufkirchen verlief

Obertaufkirchen – Mit den Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen kommen auch die Kinder wieder in die Grundschule. Die Notbetreuung für drei bis fünf Kinder lief durchgehend. Die vierte Klasse ist schon wieder da. Gestern kamen auch die die Erstklässler wieder in der Schule.

Ein umfangreicher Hygieneplan wurde von der Schulleitung an die Eltern gesandt. Er beinhaltet genaue Vorschriften, was zum Beispiel das Tragen von Masken betrifft. Masken wurden sowohl vom Förderverein, als auch von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Ab sieben Uhr kommen die ersten Kinder

Um 7 Uhr morgens beginnt der kontrollierte Einlass in die Schule, damit bis 8 Uhr alle auf ihren Plätzen sitzen und der Unterricht beginnen kann. Sehr diszipliniert stehen die Kinder am Seiteneingang in zwei Meter Abstand.

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Fünf bis sechs Lehrer und mit den Helfern der Gemeinde acht erwachsene Personen helfen, die Kinder in die Schule und zu ihren Tischen zu geleiten. Markierungen, die in der ganzen Schule angebracht sind, dienen als zusätzliche Orientierungshilfe. „Bei uns in der Schule herrscht Rechtsverkehr“, erklärt Rektor Christian Hofer. Er empfindet die Situation als bedrückend. „Es läuft gut, die Kinder sind rücksichtsvoll. Aber es ist eine skurrile Situation,“ sagt er. Die Schüler kommen auch in die Schule, um sich zu sehen und haben nun Masken auf. Sie sitzen zwei Meter voneinander entfernt. „Es entspannt sich etwas, wenn sie im Klassenzimmer sind, denn da nehmen sie die Masken ab“, so Hofer weiter. „Aber es ist verboten, sich zueinander umzudrehen und sobald jemand aufsteht müssen sie die Masken wieder aufsetzen.

In jeder Pause Hände waschen

In jeder Pause werden noch im Klassenzimmer die Hände gewaschen. Auch während der Pause sind die Kinder diszipliniert. Sie reden in zwei Meter Abstand miteinander, mit Mask, solange sie nichts essen. „Wenn schlechtes Wetter ist, sind sie mit Maske und Mütze kaum zu sehen,“ so Rektor Hofer. Während des Unterrichts arbeiten sie sehr diszipliniert und konzentriert.

Betreut werden die Kinder der Notbetreuung von einem Fachlehrer. Die vierte Klasse ist aufgeteilt in zwei Klassenzimmer mit je 12 Kindern. Der Klassenlehrer betreut die eine Hälfte, ein anderer Lehrer die andere Hälfte.

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Nach einer Woche wird gewechselt. Die Hälfte der Kinder der ersten Klasse, also zehn Kinder, beginnen nun wieder mit dem Unterricht. Die andere Hälfte lernt zu Hause. Ab dem 22. Mai wird getauscht, dann sind die ersten wieder zu Hause. „Auch die Eltern arbeiten zu Hause toll mit“, kann Hofer ihnen bescheinigen. Die Lehrer geben Wochen- und Tagespläne heraus.

Ab Pfingsten sind alle zurück

Es ist ein strukturierter Arbeitsplan für die Kinder. Die Kommunikation funktioniert gut. Weil nicht jeder zum Beispiel ausdrucken kann, helfen sich die Eltern gegenseitig und organisieren für die Nachbarn mit, weiß Hofer. So steht man in Kontakt, telefonisch, per mail, oder mit einscannen und zurückschicken. „Leider geht noch keine Live-Konferenz mit den Schülern“, bedauert er.

Nach Pfingsten sollen alle Klassen der Schule wieder da sein. Aber jeweils nur die halbe Klasse. Wie gewechselt wird, ob wochenweise, oder tageweise, steht noch nicht fest. Eine Lehrkraft wird, solange es Corona gibt, nicht im Präsenzunterricht sein. Für sie wird eine mobile Reserve benötigt.

Die Grundschule Obertaufkirchen steht im Austausch mit anderen Schulen, die sich untereinander absprechen und sie gestalten den Unterricht je nach Vorgaben des Kultusministeriums. Zur Rückkehr der Kinder in die Schule sagt Hofer: „Wir freuen uns darauf, die Kinder wieder zu sehen und zu sprechen.“

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